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Trends 2015 der Augenoptiker: Spezialbrillen und Optometrie

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks rechnet für 2015 mit einem Umsatzwachstum von 1,5 Prozent. handwerk magazin hat bei den Fachverbänden nachgefragt, wo sie die Umsatzbringer 2015 sehen. Bei den Augenoptikern stehen Spezialbrillen im Fokus.

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Bei den mittelständischen Betrieben stagnieren die Umsätze, die Stückzahlen gehen zurück. Nimmt man in die Gesamtstatistik die großen Filialisten dazu, kommt der Zentralverband der Augenoptiker derzeit auf drei Prozent Umsatzplus.

Trend geht weiter zu Spezialbrillen für Hobby und Bildschirmarbeit

Gefragt sind nach Ansicht des Zentralverbandes der Augenoptiker auch 2015 „Spezialbrillen“: eine für den Sport, eine fürs Lesen, eine fürs Hobby usw. Der Grund: Langsam aber sicher setzt sich die Erkenntnis durch, das eine Brille für alle Tätigkeiten und Gewohnheiten nicht ausreicht, auch wenn es sich um eine Gleitsichtbrille und damit um den Allrounder fürs Sehen handelt.

Besondere Brillen für Smartphone und Co.

Ein ganz spezielles Produkt ist die sogenannte Bildschirmbrille oder Bildschirmarbeitsplatzbrille. Denn durch das veränderte Leseverhalten der Menschen und die vielfältigen neuen Möglichkeiten, sich am Tablet und am Smartphone zu informieren, zu shoppen und zu unterhalten, werden neuen Anforderungen an das Sehen gestellt. Die Smartphones werden größer, aber auch die Lesefähigkeit muss besser werden. Auch hier ist eine spezielle Sehhilfe angesagt, die Bildschirmbrille. Es gibt auch bereits eigens dafür „digitale Brillengläser“, digital in dem Sinne, dass sie auf diese Sehaufgabe optimiert sind.

Nachfrage nach optometrischen Dienstleistungen steigt

Bei den Dienstleistungen verstärkt sich die Nachfrage der Kundschaft weiterhin in Richtung optometrische Dienstleistung. Will heißen, Screeningsteste zum Erkennen von Auffälligkeiten, ausführliche Augenprüfungen usw. Der demographische Wandel bringt es mit sich, dass der Augenoptiker heute schon ganz andere Kundenfragen rund um das Sehen und die Augen beantworten muss als noch vor ein paar Jahren, das wird sich weiter verstärken.

Insofern bilden sich die Augenoptiker fort und nutzen die entsprechenden Angebote des ZVA sich durch die erfolgreiche Prüfung zum Optometristen auf diese neuen Anforderungen einzustellen. Für 2015 wird sich dies fortsetzen. Allerdings merkt der ZVA an, dass die Optometrie heute — und vermutlich auch in Zukunft — nicht der ganz große Umsatzbringer sei wird.

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