Um 20 Prozent Energiekosten senken

Ab einem Verbrauch von 100.000 Kilowattstunden lohnt es sich, seinen Energiebedarf auszuschreiben. Sven Ulrich, Inhaber der Nordia Feinblech GmbH, hat so seine Jahresstromkosten um 4.100 Euro gesenkt.

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Ob beim Laserschneiden, beim Fräsen, Stanzen oder Schweißen – „der Stromzähler arbeitet im Hintergrund immer fleißig mit“, weiß Sven Ulrich, Inhaber der Nordia Feinblech GmbH aus dem schleswig-holsteinischen Meldorf. Ungefähr 300 000 Kilowattstunden benötigen er und seine 30 Mitarbeiter pro Jahr, um alle Kundenwünsche nach maßgefertigten Gehäusen, Formteilen, Modellen und Prototypen aus Blech erfüllen zu können. „Dass sich die Strompreise in gut zehn Jahren ungefähr verdoppelt haben“, bilanziert der Unternehmer, „schlägt da kräftig ins Kontor.“

Als Ulrich die Firma im Jahr 2010 übernahm, stellte er wenig später den Vertrag mit dem Stromlieferanten mit auf den Prüfstand. Er beschloss, ein Angebot der Firma „energiemarktplatz.de“ anzunehmen. „Wir schreiben den Energiebedarf von Unternehmen aus“, fasst der Mitbegründer des Internetdienstleisters, Hans-Jürgen Rohwer, sein Geschäftsmodell zusammen. Während Online-Vergleiche naturgemäß nur „ungefähr passende Angebote von der Stange“ gegenüberstellen könnten, so Rohwer, „besorgen wir für unsere Kunden Strom- und Gasverträge nach Maß“. Eine Variante, die Handwerksbetrieben mit größerem Energieverbrauch durchaus eine Ersparnis von einigen tausend Euro im Jahr bringen kann. Gewerbestromtarife seien oft noch schwerer vergleichbar als Handytarife, erklärt Energieexperte Rohwer. „Mit einer Ausschreibung zwingt der Kunde die Bieter durch ein von ihm vorgegebenes Nadelöhr und erhält dadurch wirklich vergleichbare Angebote.“

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