Wirtschaft -

Smart Home: Vernetzt bauen im Fokus der Light + Building

Direkte Kundenansprache

Handwerker stellen sich auf diese neue Situa­tion ein – und versuchen, die vagen Kundenwünsche in professionelle Smart-Home-Lösungen umzusetzen. Am Anfang jedes Auftrags steht immer eine umfangreiche Beratung. Denn bisher gibt es keine Standardlösungen. „Wir planen jeden Auftrag komplett neu“, sagt Thannheimer. Hinzu kommt: Der Markt wird immer mehr überschwemmt mit Produkten, mit hochsensiblen Wetterstationen, Sensoren, Bediensystemen und Steuerungen, die auch optisch etwas hermachen. Thannheimer und sein Team wälzen ständig Fachzeitschriften, um auf dem Laufenden zu bleiben und Kunden die beste Technik anbieten zu können. Außerdem lässt sich der Handwerker auf Seminaren von verschiedenen Herstellern erklären, wie er Produkte in ein Gesamtsystem integriert. Eine lange Halbwertszeit hat das Wissen nicht. Technologien sind durchschnittlich nach einem Jahr wieder überholt. „Man lernt also nie aus“, erklärt Thannheimer.

Die Folge: Der Elektromeister bringt zwar jahrelange Erfahrung mit. Der erste Testlauf mit neuen Technologien findet aber jedes Mal aufs Neue bei Kunden statt. Das soll sich künftig ändern. Elektro Saegmüller arbeitet an einem eigenen Versuchslabor. „Dann könnten wir neue Produkte und Systeme im Betrieb testen, bevor wir sie bei Kunden einbauen“, so Thannheimer. Er will mit seinem Smart-Home-Team auch an eigenen Lösungen feilen. „Damit wir der Konkurrenz künftig einen Schritt voraus sind“, hofft der Elektromeister.

Mehr Intelligenz und Einfachheit

Thannheimer arbeitet mit verschiedenen Systemen, hat sich aber auf sogenannte KNX-Produkte spezialisiert, so wie die meisten Handwerksbetriebe. Immerhin haben sich auch rund 200 Hersteller auf KNX-Standards festgelegt. Der Vorteil: Die Schnittstellen sind offen. Es lassen sich also viele Produkte über KNX-Systeme verbinden. Andere Standards wie LON oder LCN sind mitunter nicht miteinander kompatibel.

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