Autotest Opel Combo-e Cargo: „Fährt sich sehr angenehm“

Zugehörige Themenseiten:
Autotest

Clemens Kastenholz nutzt am liebsten VW- oder Mercedes-­Modelle, um seine Glasscheiben sicher zum Kunden zu bringen. Beim Kauf eines E-Autos wie dem Opel Combo-e Cargo zögert er noch.

Firmeninhaber Clemens Kastenholz
Firmeninhaber Clemens Kastenholz könnte den elektrischen Opel Combo-e Cargo gut in der City einsetzen. – © Rudolf Wichert

Seit über 40 Jahren führt Clemens Kastenholz die gleichnamige Glaserei in Frechen – genauso wie sein Vater und dessen Vater vor ihm. Das Familienunternehmen montiert gläserne Produkte – von der Duschkabine bis zur Glasfassade – und hat unter anderem die Lanxess Arena in Köln bestückt.

Je nach Auftrag braucht Kastenholz dafür entweder einen 20-Tonner oder einen Transporter wie den Opel Combo-e Cargo. „Gerade im Stadtverkehr könnte ich den Wagen gut einsetzen“, so der Inhaber. Das Modell ist groß genug, um kleine Glasscheiben und Montage­material unterzubringen, und passt mit seiner Höhe von 1,86 Metern in Tiefgaragen – ein entscheidendes Argument für den Glaser. Gewöhnlich nutzt Kastenholz für kleine Aufträge einen Mercedes-Benz Vito. „Auf den ersten Blick sind sich die beiden ziemlich ähnlich“, bemerkt er. Der Unterschied: Der Opel ist ein Stromer. Ob er mit dem Verbrenner mithält?

Herr Kastenholz, wie fährt sich der Opel?

Er fährt sich sehr angenehm. Ich mag besonders, dass er so leise ist und gut beschleunigt. Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 130 km/h ist für mich auch kein Problem: Auf den kurzen Strecken hier im Umland dürfen wir sowieso nicht viel schneller fahren.

Passt der Combo-e Cargo in Ihre Flotte?

Grundsätzlich ja. Glasscheiben können ganz schön schwer sein, deshalb muss ein Auto einiges an Gewicht abkönnen. Mit den 800 Kilogramm Zuladung beim Opel sollten wir aber auskommen. Der Preis liegt natürlich etwas höher als bei einem Verbrenner, das müsste ich mal durchrechnen, ob sich das lohnt.

Was hindert Sie noch am Kauf eines E-Transporters?

Neben der Reichweite liegen meine größten Bedenken bei der Infrastruktur zum Laden. Da ist Deutschland zwar dran, aber wer weiß, wie sich das in den kommenden Jahren entwickelt. Zudem bin ich gespannt, wie lange die Akkus laufen und wie hoch die Wartungs- und Reparaturkosten sind. Wenn das geklärt ist, könnte ich mir vorstellen, ein E-Auto anzuschaffen.

Das Unternehmen

  • Name: Kunst- und Bauglaserei Clemens Kastenholz GmbH
  • Geschäftsgebiet: Köln, Düsseldorf, Bonn und Umland, Großprojekte auch deutschlandweit
  • Gründung: 1992
  • Mitarbeiter: 14

Der Testwagen

OPEL Combo Cargo E
OPEL Combo Cargo E – © Rudolf Wichert
  • Modell: Opel Combo-e Cargo
  • Höchstgeschwindigkeit: 135 km/h (gedrosselt)
  • Leistung: 100 kW/136 PS
  • Reichweite: 275 km
  • Verbrauch: 17,2–22,7 kWh/100 km
  • Grundpreis: ab 35.343 Euro (inkl. MwSt.)