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Ladung im Auto richtig sichern

Ungesichertes Ladegut im Transporter oder Pkw stellt eine unberechenbare Gefahr dar. So sichern Sie die Ladung in ihrem Fahrzeug sachgemäß.

Themenseite: Fahrzeugeinrichtung

Herumrutschende Ladung beeinträchtigt nicht nur die Konzentration des Fahrers, sondern verschlechtert bereits bei Ausweichmanövern in geringen Geschwindigkeitsbereichen das präzise Fahrverhalten des Fahrzeugs. Verschiedene Fahrzeugeinrichter haben spezielle Lösungen zur Ladungssicherung entwickelt.

Bauteile mit selbsthemmenden Elementen ersparen zeitraubenden Sicherungsaufwand. Formschlüssige Aufnahmen für Transportbehälter sind ein Beispiel. Sie verhindern – auch bei nicht vollständig befülltem Boxenboden - ein Rutschen der Ladung. Koffer, etwa für die Aufnahme diverser Elektrowerkzeuge, können mit Spannhebeln zwischen Regalseiten mit einem Handgriff fixiert werden.

Häufig fehlt es an Befestigungspunkten für Spanngurte, um Transportgut im Fahrzeug verzurren zu können. Entsprechende Zurrschienen sind sinnvollerweise nicht nur im Fußboden, sondern auch am Dach und den Seitenwänden des Transporters zu finden. Ist eine Fahrzeugeinrichtung vorhanden, bieten sich Fronten und Seitenteilen zur Aufnahme von Gurten an. Zurrschienen an Boden und Dach dienen auch zur Aufnahme für Spannstangen, an den Seitenteilen taugen sie zur sicheren Befestigung von Gasflaschen.

Die Wirkung von Spanngurten lässt sich mit Ladungssicherungs- und Kantenschutzpads erhöhen. Der Gleitreibwert der kleinen Weichgummimatten sollte der der VDI Richtlinie 2700 entsprechen, die Pads verhindern das Verrutschen des Ladeguts unter den Spanngurten. Obendrein schonen sie empfindliche Kanten.

Für die Sicherheit während der Fahrt ist auch die richtige Beladung maßgebend. Denn mit richtig verstauter Ladung, deren Gewicht sich im Rahmen des zulässigen Gesamtgewichts des Fahrzeugs bewegt, bleibt das Fahrverhalten des beladenen Transporters stabil. Das zulässige Gesamtgewicht darf keinesfalls überschritten werden. Im Zweifelsfall sollte man vor Fahrtantritt das Gewicht des Fahrzeugs inklusive Ladung und Personen auf einer öffentlichen Waage überprüfen. Günstige Wiegemöglichkeiten bieten oft auch der TÜV oder die DEKRA an. Treten beim Beladen häufig Gewichtsprobleme auf, kann individuell das zulässige Gesamtgewicht erhöht werden. Händler oder Hersteller bieten verschiedene Möglichkeiten zur Auflastung an.

Bei der korrekten Beladung eines Transporters ist zu beachten:

Schwere Gegenstände sollten in Bodennähe zwischen den Achsen verstaut werden. Bei frontgetriebenen Transportern (zum Beispiel VW T5 Fiat, Peugeot, Citroen) darf schwere Ladung nicht ins Heck, da das Gewicht die Vorderachse entlastet und so die Traktion verschlechtert. Alle Staufächer oder -räume für sollten mit rutschfesten Gummimatten ausgelegt werden.

Dachlasten müssen sicher befestigt werden. Da das Dach eines Fahrzeugs nur mit einer bestimmten Last beladen werden darf, sollte man das Ladegut im Zweifelsfall vorab wiegen. Die Dachlast lässt sich, falls nicht bekannt, beim Fahrzeughersteller erfragen.

Nach Montage eines hoch aufbauenden Dachgepäckträgers sollte man die neue Fahrzeughöhe überprüfen und deutlich sichtbar mit einem Hinweisschild im Cockpit vermerken. So lassen sich unangenehme Überraschungen in Tunneln oder unter Brücken vermeiden.

 

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