Unternehmerfrauen im Handwerk UFH -

UFH Landshut Gemeinsames Portal: Ausbildung im Handwerk

Der „war for talents“ ist in den Handwerksbetrieben keine Sciencefiction sondern seit Jahren Realität. Viele Betriebe haben schon lange erkannt, dass dem Fachkräftemangel nur durch Ausbildung begegnet werden kann.

Die UnternehmerFrauen im Handwerk der Arbeitskreise Landshut, Freising und Erding hatten aus diesem Grund im September 2019 den erfolgreichen Buchautor und Kenner des Handwerks Jörg Mosler als Top-Referent engagiert. Sein Thema „Mitarbeitergewinnung im Handwerk“. Der Workshop war so motivierend, dass am gleichen Tag noch die Idee eines gemeinsamen Ausbildungsportals geboren wurde. Manuela Nemela, die Vorsitzende des Arbeitskreises Landshut, ihr Vorstandsteam und ihre Marketingberaterin Birgit John wussten sofort: „hier müssen Landshut, Freising und Erding als angrenzende Landkreise gemeinsame Sache machen, um dieses Portal mit Leben zu füllen.

Gemeinsames Ausbildungsportal

Das Konzept war sonnenklar: eine Internetseite, die die Fähigkeiten der Jugendlichen herausstellt, mit Bildern und emotional ansprechenden kurzen Texten, die Handwerksberufe und Ausbildungsbetriebe vorstellen.

Die Vorsitzenden aus Freising, Angelika Huber und Claudia Beil aus Erding (stellvertretende Landesvorsitzende Bayern) mussten nicht überredet werden, dabei zu sein. Sie waren von der ersten Sekunde an überzeugt, dass diese Initiative ihren Mitgliedsbetrieben (gemeinsam knapp 200 Handwerksbetriebe aus den unterschiedlichsten Gewerken) bei der Suche nach Auszubildenden helfen kann.

Website geht online

Frei nach dem Motto „Zukunftssicherung #habenwir“ geht nun nach nur einer zwei monatigen Umsetzungszeit die Internetseite www.ausbildungundhandwerk.de online. Zum Start zeigen rund 20 Betriebe mit 9 unterschiedlichen Ausbildungsberufen im Handwerk, dass es Spaß macht im Familienbetrieb zu lernen und dass das Handwerk sinnstiftende Zukunft hat.

Ziel: Interesse wecken

Ziel des Portals ist es, Jugendlichen in ihrer Sprache, heißt mit Bildern und Videos, für die Vielfalt des Handwerks zu interessieren. Eine direkte Kontaktaufnahme für einen Praktikumsplatz gehört dabei genauso dazu, wie eine Übersicht, wo im Umkreis des Wohnortes der Jugendlichen Ausbildungsbetriebe sind.

Natürlich will man gemeinsam mit dem Netzwerk der UnternehmerFrauen einen Gegenpol zu den großen Arbeitgebern in Landshut, Freising und Erding schaffen und die Attraktivität der Handwerksbetriebe hervorheben. Diese liegen auf der Hand: man darf mit anpacken, lernt direkt vom Chef und gehört zu einer Familie.

Die neue Imagekampagne der Handwerkskammer trifft dies auf den Punkt „Wir wissen was wir tun“. Das gilt sowohl für die ausbildenden Betriebe als auch für die Jugendlichen, wenn sie einen Handwerksberuf erlernen und später ausüben.

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