Innovationsförderung | Viele Erfindungen scheitern schon im Ansatz, weil den Tüftlern das Geld für die Entwicklung fehlt. Hier hilft die Kfw mit zwei Innovationsprogrammen.

Geld für gute Ideen
Martin und Peter Dohmen sind innovative Unternehmer. Die Inhaber der Waagenbau Dohmen GmbH in Würselen bauen Fahrzeugwaagen, deren Software laufend verbessert werden muss, weil die Anforderungen der Kunden steigen. Die Entwicklung solcher Softwarelösungen kostet bis zu zwei Jahre Zeit und viel Geld. Allein an Personalkosten kommen da schnell 400000 Euro zusammen, rechnen die findigen Unternehmer vor.
Was die Brüder Dohmen bisher noch aus eigener Tasche finanzieren konnten, ist für viele Handwerksunternehmer eine große Hürde. Denn Innovationen kosten Geld, das viele kleinere und mittlere Unternehmen nicht haben, zumal in der Krise. Förderprogramme können helfen, diese Finanzierungslücke bei Innovationen zu schließen.
Praxisrelevante Innovationen
Von der staatlichen Förderbank KfW gibt es für innovative Betriebe zinsgünstige Kredite und Beteiligungskapital, zum Beispiel das ERP-Innovationsprogramm.
Es zielt nicht auf die technologische Weltneuheit. Das zu finanzierende Vorhaben muss lediglich für die zu fördernde Firma neu sein. In der Regel geht es um praxisrelevante Produkt- und Prozessinnovationen. Die KfW fördert bei den Vorhaben zum einen die Forschungs- und Entwicklungsphase. Zum anderen deckt das ERP-Innovationsprogramm die Markteinführung ab.
Wenn Sicherheiten fehlen, haben High-tech-Unternehmen bei Kreditinstituten meist schlechte Karten. Dann hilft der ERP-Startfonds der KfW. Öffentliches Risikokapital kann diese Finanzierungslücke schließen. Wo ein privater Kreditgeber das Vorhaben positiv bewertet, kann die KfW über ihren ERP-Startfonds dessen Beteiligung verdoppeln.
Wesentliche Beteiligungsvoraussetzung ist, dass ein weiterer Beteiligungsgeber, der sogenannte Leadinvestor, sich am Technologieunternehmen beteiligt und auf der Grundlage eines Kooperationsvertrages die Beteiligung der KfW mitbetreut. Grundsätzlich beteiligt sich die KfW in gleicher Höhe und zu gleichen Konditionen wie der Leadinvestor.
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