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Aluca-Fahrzeugeinrichtungen Fahrzeugeinrichtungen aus Aluminium

Friedrich Beißwenger hat aus einem kleinen Handwerksbetrieb ein europaweit agierendes Unternehmen gemacht.

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Zu seiner Geschäftsidee, die ihm heute jährlich zwölf Millionen Euro Umsatz einbringt, kam Friedrich Beißwenger eher zufällig. Als der Klempnermeister vor 30 Jahren den Zwei-Mann-Betrieb seines Vaters übernahm, ärgerte er sich über die schweren Fahrzeugeinrichtungen aus Stahl, die die Nutzlast seiner Fahrzeuge erheblich reduzierten. „Die gängige Annahme war damals, dass Aluminium für solche Anwendungen zu weich ist“, sagt der 57-Jährige. Beißwenger und sein Geselle ließen sich nicht beirren, experimentierten mit Aluminiumlegierungen und bauten Prototypen.

Wenig Gewicht dank Aluminium

Auf der Eisenwarenmesse in Köln, wo die Handwerker ihr Produkt erstmals präsentierten, bekamen sie die ersten Aufträge. Ein holländischer Händler war so begeistert von den bis zu 50 Prozent leichteren Fahrzeugeinrichtungen, dass er den kleinen Betrieb mit Bestellungen überhäufte. „Wir sind kaum mit dem Produzieren hinterhergekommen“, erzählt Beißwenger. Nach der Gründung von Aluca 1994 ist das Unternehmen stetig gewachsen. Heute arbeiten 110 Mitarbeiter in der Produktion und Verwaltung in Schwäbisch Hall und den vier Verkaufszentren. Der Exportanteil liegt bei 45 Prozent. Kernmarkt ist Zentraleuropa, aber Beißwenger liefert auch nach Russland und in die Vereinigten Arabischen Emirate.

Individuelle Fahrzeugeinrichtung innerhalb von acht Tagen

„Nur weil der Betrieb größer wird, heißt das nicht, dass man das Handwerksdenken über Bord wirft“, sagt der Unternehmer. Stärken des Betriebs sind heute die schnellen und flexiblen Lösungen. Geliefert wird innerhalb von acht Tagen. Standardlösungen gibt es nicht, jeder Kunde bekommt eine Einrichtung nach individuellen Bedürfnissen. „Das ist wie ein Kinderbaukasten“, findet Beißwenger. Energieversorger und Polizei lassen sich Fahrzeuge von Aluca einrichten, ebenso Handwerksbetriebe und Tierärzte. Der Betrieb soll weiter wachsen, aber mit Bedacht: „15 bis 20 Millionen Euro Umsatz sind das langfristige Ziel“, sagt der Chef.

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