Gründer -

Die Besten Gründer Deutschlands

Der Drittplatzierte des Gründerwettbewerbs, Bäckermeister Tim Kortüm aus Dortmund-Schüren, spielt dafür auf der ganzen Klaviatur der Medien. Schon bevor er die Bäckerei seiner Eltern im Jahr 2010 übernahm, entwarf er eine moderne Internet-Seite und Werbe-Flyer für den Betrieb. Vor allem sorgte er dafür, dass das „Schürener Backparadies“ sich einen Namen als Lieferant extravaganter Torten machte: Hochzeitstorten mit Fröschen, Superhelden-Kuchen für Geburtstage, sogar schlüpfrige Motive für Nachtclubs. Die schönsten Torten postet der Gründer seitdem auf der eigenen Facebook-Seite, die inzwischen schon knapp 1500 Fans hat.

Außerdem pflegt der 31-Jährige intensiv seine Kontakte zur Presse: Kortüms Mutter ist Holländerin, und deshalb ist das „Schürener Backparadies“ in Dortmund auch als „der Holländer“ bekannt. Klar dass er seinen Laden anlässlich der Fußballweltmeisterschaft mit vielen Oranje-Fahnen schmückte.

Koschere Backwaren

Als zweites Standbein hat der umtriebige Bäcker das Thema koschere Backwaren entdeckt, unter Aufsicht des Dortmunder Rabbiners hält er Milch-Produkte und Fleisch strikt getrennt, hat extra Backbleche und eigene Spülmaschinen angeschafft und beliefert jüdische Gemeinden in ganz Deutschland. Und natürlich hat Kortüm die Gelegenheit genutzt, als ein Team des ZDF in seiner koscheren Backstube drehen wollte. „Klar, das kostet mich Zeit“, sagt der Handwerker. „Aber Sie glauben gar nicht, was so ein Auftritt bringt. Das macht viele Leute neugierig, und noch einige Tage nach der Ausstrahlung merken wir, dass wir mehr Kunden haben als sonst.“

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