3D-Vermessung für Baugewerke Die Vermessung der Welt

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Meisterin Jeanette Spanier bringt den Gerüstbau in die digitale Welt. Die Moselcopter GmbH bietet jetzt 3D-Vermessungen für Architekten, Bauträger und andere Gewerke an.

Jeannette Spanier, Gerüstbaumeisterin
Jeannette Spanier, Gerüstbaumeisterin, mit dem Multicopter in luftigen Höhen. – © Angelika Klein

Spezialisierung durch Digitalisierung ist für Gerüstbaumeisterin Jeanette Spanier ein wichtiges Standbein. Im Mai 2017 wurde aus dieser Idee, Vermessungen mit einem Multicopter durchzuführen, ein neues Unternehmen, die Moselcopter GmbH . Hier ist Jeanette Spanier Geschäftsführerin. Groß geworden ist Gerüstbaumeisterin Jeanette Spanier in der 1992 gegründeten Spanier & Wiedemann KG in Longuich bei Trier. „Wir müssen das Bild des Gerüstbauers in die digitale Welt transportieren“, sagt die 33-Jährige. Nur so werde der Gerüstbau wieder attraktiv für Fachkräfte und Nachwuchs.

Digitale Spezialisierung

Spanier & Wiedemann beschäftigt 30 Mitarbeiter. „Unser Betrieb ist heute komplett digital aufgestellt: von der Erfassung der Materialbestände über die Planung der Baustellen bis zur Zeiterfassung für die Mitarbeiter“, so die Unternehmerin. Die digitale Spezialsierung zeigt sich auch im Leistungsspektrum des Gerüstbauers. Der Betrieb bedient sich der Dienstleistung der Moselcopter GmbH und lässt alle Aufmaße, sowie Rüstplanungen erstellen. Die Moselcopter GmbH vermisst mithilfe eines Multicopters komplexe Gebäude und erstellt so 3D-Rüstpläne, 3D-Rüstzeichnungen und 3D-Modelle für Architekten, Bauträger und andere Handwerksgewerke. Diese Dateien sind BIM-fähige Dateien, so dass einer Weiterverarbeitung der Daten nichts im Wege steht

Investition von Zeit und Geld

Der Aufbau dieser Dienstleistung kostete Zeit und Geld . Die Investition in den Multicopter plus Equipment beträgt etwa 100.000 Euro. „Nach der Pilotphase von eineinhalb Jahren bieten wir die 3D-Vermessung seit Mai 2017 an“, sagt die Gerüstbaumeisterin. Das väterlich geführte Unternehmen Spanier & Wiedemann setzt weiter auf das klassische Angebot: Mit dem vorhandenen Material kann der Betrieb 400.000 Quadratmeter einrüsten.