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BIM: So funktioniert’s

Weltweit gilt Building Information Modeling (BIM) für das Bau- und Ausbaugewerbe als Planungsmethode, der die Zukunft gehört.

Themenseite: Digitalisierung

In der klassischen Bauplanung zeichnet der Architekt am Computer
einen Entwurf, der als Grundlage für Genehmigungen, Kostenvoranschläge und Aufträge an Firmen dient. Jede Änderung hat eine neue Zeichnung zur Folge, die allen Beteiligten neu ausgehändigt werden muss. Bei BIM dagegen werden alle relevanten Gebäudedaten digital erfasst, kombiniert und miteinander vernetzt. Das Gebäude ist als 3D-Modell mit all seinen Daten für alle Beteiligten einsehbar. Kontinuierlich wird jeder Bauabschnitt, jede Änderung in das Computermodell eingespeist.

In manchen Ländern ist BIM heute bereits Pflicht, in Deutschland ist es zumindest auf dem Vormarsch. Damit sind mittelfristig auch zahlreiche Handwerksbetriebe – vom Maurer über den Elektroinstallateur bis zum Dachdecker – von BIM betroffen. Das Europäische Parlament hat bereits empfohlen, BIM bei der Vergabe von öffentlichen Ausschreibungen vorzuschreiben; 2016 könnte dies bereits der Fall sein.

Größtes Problem stellt aktuell die Vielzahl unterschiedlicher Software und Datensysteme dar. Derzeit wird versucht, sich auf standardisierte IT-Lösungen zu verständigen. Dies soll auch kleineren Unternehmen eine einfache Teilnahme an BIM-Projekten ermöglichen.

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