Acht Tipps für den perfekten Businessplan

Ohne Geschäftsplan gibt es keinen Kredit bei der Bank und keine Hilfen von der Arbeitsagentur. Dabei gilt: Nicht lang und ausschweifend, sondern klar und auf den Punkt gebracht muss ein Konzept sein.

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1. Zusammenfassung: Gründungskonzept im SchnelldurchlaufFassen Sie die wichtigsten Eckpunkte Ihres Businessplans überzeugend zusammen. Die Formel dafür: „Wer tut was für wen und zu welchem Zweck“.

2. Persönlichkeit: Mit Kompetenz punkten Die Persönlichkeit des Unternehmers ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg. Fachliche Qualifikation und kaufmännische Kenntnisse sind wichtige Voraussetzungen. Listen Sie Ihre Stärken auf und kompensieren Sie eventuelle Schwächen.

3. Geschäftsidee: Spezialisten sind gefragtWer versucht, einen Bauchladen an Produkten und Dienstleistungen anzubieten, wird Probleme haben, sich am Markt zu behaupten. Marktnischen und Spezialisierung sind gefragt. Finden Sie Ihre besonderen Stärken heraus und überlegen Sie, welche Spezialisierung sich damit vertragen würde. Gibt es genügend potenzielle Kunden für Ihre Idee?

4. Marktanalyse und Standort: Daten exakt auswertenNur wer weiß, wie sein potenzieller Kundenkreis aussieht, wo er diesen findet und wie der Wettbewerb aufgestellt ist, kann planvoll ein Unternehmen gründen. Es gibt viele gute Recherchequellen: Gelben Seiten, Branchenreports wie vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband (www.dsgv.de) oder Bevölkerungsstrukturdaten vom statistischen Bundesamt in Wiesbaden (www.statistikportal.de).

5. Marketing: Kunden anlockenDer tollste Betrieb, das beste Fachwissen nutzen wenig ohne durchdachtes Marketingkonzept. Ob Sie Ihre Kunden mit Mailings, Google-Werbung oder Zeitungsannoncen erreichen, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab: Treten Sie nur regional, oder auch überregional und über das Internet an? Wie alt sind Ihre potenziellen Kunden?

6. Finanzplan: Die Zahlen im GriffDazu zählen ein Investitionsplan, ein detaillierter Finanzierungsplan, eine Rentabilitäts- sowie eine Liquiditätsvorschau. In den Investitionsplan gehört nicht nur die erforderliche Ausstattung an Geräten, Maschinen und Mobiliar, sondern auch eine Liquiditätsreserve für die Anlaufphase sowie die Aufwendungen für Ihre Lebenshaltung. Wie wollen Sie den für diese Posten anfallenden Betrag aufbringen? Welche Fördermittel können Sie beantragen? Wie hoch ist Ihr Eigenkapital ist und wo wollen Sie eventuell erforderliches Fremdkapital auftreiben?

7. Chancen und Risiken: „Plan B“ entwickelnNiemand kann genau vorhersagen, wie ein neues Unternehmen anläuft. Deshalb braucht man einen „Plan B“, in dem Sie ein „Worst-Case-Szenario“ nebst Lösungsstrategie entwickeln. Ein „Best-Case-Szenario“ ist die dritte Alternative: Sie zeichnet einen optimalen Verlauf auf – denn auch wenn Ihnen die Kunden förmlich den Laden einrennen, müssen Sie vorbereitet sein.

8. Gestaltung: Die richtige Form findenIm Zeitalter von PC und Internet gibt es zahlreiche Praxishelfer, die Sie beim Schreiben Ihres Businessplans unterstützen. Das beste kostenlose Angebot auf dem Markt ist die Software des Bundeswirtschaftsministeriums. Aber Achtung: Ein guter Businessplan ist immer individuell gestaltet und gibt Ihnen ein echtes Controllinginstrument für Ihren jungen Betrieb an die Hand.

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