KI trifft InnRaum³: Wie grenzüberschreitende Netzwerke Innovation im Handwerk vorantreiben

Beim Event „KI trifft InnRaum³" in Schärding zeigten die UnternehmerFrauen im Handwerk (UFH) Passau und Frau in der Wirtschaft, wie künstliche Intelligenz und grenzüberschreitende Kooperation den Arbeitsalltag im Handwerk revolutionieren.

Wenn Netzwerke auf Innovation treffen: Die Gestalterinnen und Gestalter eines inspirierenden Abends v.l.n.r Gerald Stockhammer (Scheuch Components GmbH), Christoph Schöndorfer (Techno-Z Ried), Christine Graf (UFH Passau), Susanne Szamosi (UFH Passau), Lisa Fuchs (FidW Ried), Katharina Anna Ecker (FidW Ried), Karin Wallerstorfer-Rögl (Raiffeisenbank Region Schärding), Matthias Tindorf (InnRaum³), Diana Jungwirth (FidW Schärding), Lisa Kinast (LeitnerLeitner).
Wenn Netzwerke auf Innovation treffen: Die Gestalterinnen und Gestalter eines inspirierenden Abends v.l.n.r
Gerald Stockhammer (Scheuch Components GmbH), Christoph Schöndorfer (Techno-Z Ried), Christine Graf (UFH Passau), Susanne Szamosi (UFH Passau), Lisa Fuchs (FidW Ried), Katharina Anna Ecker (FidW Ried), Karin Wallerstorfer-Rögl (Raiffeisenbank Region Schärding), Matthias Tindorf (InnRaum³), Diana Jungwirth (FidW Schärding), Lisa Kinast (LeitnerLeitner).
- © Raiffeisenbank Region Schärding

Wie erleichtert künstliche Intelligenz (KI) den Arbeitsalltag im Handwerk – und welche Chancen eröffnen grenzüberschreitende Netzwerke für kleine und mittlere Betriebe? Diesen Fragen gingen Mitte April die UnternehmerFrauen im Handwerk (UFH) Passau e.V. gemeinsam mit Frau in der Wirtschaft Ried und Schärding bei der Veranstaltung „KI trifft InnRaum³ – Innovation über Grenzen hinweg" im Raiffeisen Techno-Z Schärding nach.

Das Ergebnis: Ein praxisnaher Abend, der zeigte, wie Technologie, regionale Verwurzelung und europäische Zusammenarbeit Hand in Hand gehen können.

KI-Agenten: Konkrete Anwendungen für Handwerksbetriebe

In seiner Keynote veranschaulichte AI Consultant Julian Zeilinger, wie Unternehmen künstliche Intelligenz bereits heute gewinnbringend einsetzen. Anhand konkreter Praxisbeispiele erklärte er, wie sogenannte KI-Agenten Arbeitsprozesse automatisieren und effizienter gestalten – unter anderem in diesen Bereichen:

  • Einkauf: automatisierte Angebotsvergleiche und Bestellprozesse
  • Recruiting: Vorauswahl von Bewerbungen und Terminkoordination
  • Beschwerdemanagement: schnellere Reaktionszeiten und Kundenkommunikation

Gerade für Handwerksbetriebe, die mit Fachkräftemangel und steigender Bürokratie kämpfen, bieten solche Anwendungen enormes Entlastungspotenzial.

InnRaum³: Der grenzüberschreitende Innovationsraum

Ein zweiter Schwerpunkt des Abends lag auf dem Erfolgsprojekt InnRaum³ – einem grenzüberschreitenden Innovationsraum, der die Regionen Passau, Ried und Schärding miteinander verbindet. Das Projekt bringt Unternehmen, Start-ups, Forschungseinrichtungen und Bildungspartner an einen Tisch.

Gefördert durch das Interreg-Programm Bayern-Österreich, zeigt InnRaum³, wie europäische Zusammenarbeit gezielt Innovation vorantreibt. Im Fokus stehen:

  • Künstliche Intelligenz
  • Robotik und Sensorik
  • Praxisformate wie Hackathons, Workshops und Makerspaces

Zwei Vorzeigeprojekte aus dem InnRaum³

  • PrintReClaim – eine preisgekrönte Anlage zur Wiederverwertung von Abfällen aus dem 3D-Druck und damit ein echter Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.
  • ByteClub – eine offene Maker-Community für Technikbegeisterte, in der sich Profis und Nachwuchstalente vernetzen.

Podiumsdiskussion: Mut, Räume und Partnerschaften

In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Bildung und Netzwerkmanagement wurde schnell klar: Innovation braucht Räume zum Ausprobieren, starke Partnerschaften und Mut zu neuen Wegen.

Karin Wallerstorfer-Rögl, Vorständin der Raiffeisenbank Region Schärding und Gründungsmitglied von InnRaum³, hob die Bedeutung solcher Kooperationen hervor:

„Für uns als regionale Raiffeisenbank bedeutet Innovation vor allem eines: Mehrwert für unsere Region und unsere Kundinnen und Kunden zu schaffen. Daher haben wir auch das Raiffeisen Techno-Z Schärding revitalisiert und engagieren uns im InnRaum³."

Durch den Abend führte Lisa Fuchs, stellvertretende Vorsitzende von Frau in der Wirtschaft Ried im Innkreis.

Fazit: Regionale Verwurzelung trifft globale Perspektiven

Das gemeinsame Fazit des Abends: Wenn Technologie auf Zusammenarbeit trifft, entsteht echte Innovation – regional verankert und zugleich offen für neue Perspektiven. Gerade das Handwerk profitiert davon, wenn Betriebe den Schritt in digitale Arbeitsweisen wagen und sich über Ländergrenzen hinweg austauschen.

Über die UnternehmerFrauen im Handwerk Passau e.V.

Die UnternehmerFrauen im Handwerk Passau e.V. sind das Netzwerk für Unternehmerinnen, Ehefrauen, Partnerinnen und Töchter sowie Frauen mit Führungsverantwortung im Handwerk. Nach dem Motto „Erfahrung teilen, Führung übernehmen und vernetzt sein" bietet der Verband Fortbildungen im firmenrelevanten und persönlichen Bereich – wobei auch das Gesellige nicht zu kurz kommt.

  • Arbeitskreis Passau: über 90 Mitglieder
  • Bayernweit: fast 1.000 Mitglieder
  • Deutschlandweit: mehr als 5.500 vernetzte UnternehmerFrauen

👉 Mehr Informationen: www.unternehmerfrauen-bayern.de/passau

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Künstliche Intelligenz (KI, AI)