Mitarbeiter

29.06.2010

Weiterbildung: Kleinstbetriebe nutzen Programm "WeGebAU" selten

Das Programm zur Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen (WeGebAU) wird von Unternehmen mittlerweile häufiger genutzt, allerdings kaum von Kleinstbetrieben. Das geht aus einer Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Geringqualifizierte jüngere und Beschäftigte über 45 Jahre werden gezielt durch das Weiterbildungsprogramm "WeGebAU" unterstützt. Foto: ddp

Insgesamt habe die Arbeitsagentur im Jahr 2009 die Weiterbildungskosten für gut 65.000 Beschäftigte übernommen, ein Jahrzuvor wurden erst rund 33.000 Personen über das Programm gefördert.

Von den größeren Betrieben (mehr als 100 Beschäftigte), die "WeGebAU" kennen, nutzen der Studie zufolge rund 40 Prozent die Fördermöglichkeiten. "Schwer zu erreichen" seien demgegenüber die Kleinstbetriebe mit weniger als zehn Angestellten. Von diesen Betrieben habe nur jeder fünfte von der Fördermöglichkeit Gebrauch gemacht, allerdings sei jedem zweiten befragten Kleinstunternehmen das Programm auch gar nicht bekannt gewesen.

Die Arbeitsagenturen fördern mit dem "WeGebAU"-Programm die Weiterbildung von Beschäftigten über 45 Jahren oder geringqualifizierten jüngeren Mitarbeitern.

Möglich ist sowohl die Übernahme der Weiterbildungskosten durch einen Bildungsgutschein, als auch die Zahlung von Zuschüssen zum Arbeitsentgelt. Voraussetzung ist, dass der Arbeitgeber die Arbeitnehmer von der Arbeit freistellt und den Lohn weiter bezahlt.

Weitere Informationen zum Programm gibt es bei der Bundesagentur für Arbeit.

(ddp/sel)



Zum Thema Weiterbildung lesen Sie außerdem auf handwerk-magazin.de:

Übersicht über Fördermittel für Weiterbildung im Handwerk

Studie: Weiterbildung statt Gehaltserhöhung

 
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