21.02.2012 | Marion Henig

Warnung: Elster-Mails mit gefährlichem Anhang

Elster-Nutzer aufgepasst: Aktuell werden gefälschte E-Mails im Namen der Steuerverwaltung versendet. Anstelle des verschlüsselten Steuerbescheids lauert ein Schädling im Anhang der Mail. Die Landesbehörden geben Tipps, wie Sie den Betrügern auf die Schliche kommen.

Bild: iStockphoto
Computerviren oder Trojaner verstecken sich oft in Anhängen seriös wirkender E-Mails. Derzeit müssen sich Elster-Anwender in Acht nehmen.

Zahlreiche Landesbehörden schlagen Alarm: Derzeit sind in großer Zahl sogenannte Spam-Mails mit angeblichen Mitteilungen des Finanzamts bzw. der Steuerverwaltung in Umlauf. Sie fordern den Empfänger zum Öffnen des Anhangs auf, bei dem es sich angeblich um einen verschlüsselten Steuerbescheid handelt, der über das Verfahren ELSTER (elektronische Steuererklärung) bereitgestellt wurde. Dies ist allerdings nicht der Fall. Stattdessen ist davon auszugehen, dass der Anhang einen Virus oder einen Trojaner auf dem Rechner des Empfängers ablegt. Es wird empfohlen, die Nachricht sofort zu löschen und insbesondere die anhängende Datei keinesfalls zu öffnen.

Generell gilt: Öffnen Sie keine Anhänge, von denen Sie nicht sicher sind, dass sie aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammen. Die Finanzverwaltung sendet Ihnen nur Benachrichtigungen per E-Mail, nicht jedoch die eigentlichen Daten in Form eines Anhangs.

Die Spam-E-Mails sind leicht erkennbar:

  1. Deutliches Kennzeichen ist die Absenderadresse. Es werden nicht gefälschte Domänenangaben wie "...@elster.de" oder "...@finanzamt-xyz.de" verwendet, sondern beliebige Privat- oder Firmenadressen.
  2. Der Betreff kann unterschiedlich lauten, hat aber stets einen Bezug zu ELSTER bzw. zur Steuerverwaltung. Beispiele: "ELSTER Steuerverwaltung" oder "2011/12 ELSTER Finanzamt 2012".
  3. Im Text der Nachricht wird der Empfänger aufgefordert die anhängende Datei zu öffnen, angeblich ein verschlüsselter Steuerbescheid.

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