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Brexit Handwerk rechnet mit Umsatzverlusten

Vergangene Woche übergab der britische EU-Botschafter Tim Barrow das offizielle Austrittsgesuch von Großbritannien an EU-Ratspräsident Donald Tusk. Das Handwerk befürchtet Umsatzverluste durch den Brexit. Das hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks in einer Blitzumfrage ermittelt.

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Mehr als 40 Prozent der Experten der Handwerksorganisationen befürchten rückläufige Umsätze durch den Brexit. "Das ist ein hoher Wert angesichts der Tatsache, dass nur rund sieben Prozent der eine Million Handwerksbetriebe außenwirtschaftlich aktiv sind", erkärt der Chefvolkswirt des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Alexander Barthel.

Dabei erwarten die Handwerksexperten, dass sowohl der Export handwerklicher Güter wie auch das Erbringen von Dienstleistungen vor Ort in etwa gleich stark von Rückgängen betroffen sein werden. An der Blitzumfrage des ZDH haben sich 62 Experten von Handwerkskammern, Zentralfachverbänden und weiteren Handwerksorganisationen beteiligt.

Sonderregelungen fürs Handwerk gewünscht

Allerdings bleibt trotz der erwarteten Umsatzverluste die Verunsicherung unter den Betrieben gering: Nur 31 Prozent der Experten nehmen eine solche wahr. 44 Prozent der Experten aus dem Handwerk wünschen sich Sonderregelungen für den wirtschaftlichen Austausch mit Großbritannien, um die negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft möglichst gering zu halten. 56 Prozent sehen dafür derzeit allerdings noch keine Notwendigkeit.

Die Austrittsverhandlungen zwischen Großbritannien und der UE sollen zwei Jahre dauern und spätestens zur Europawahl im Frühjahr 2019 beendet sein.

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