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Opel-Übernahme Händlerverband begrüßt Verkauf an den PSA-Konzern

Der französische Autokonzern PSA hat sich mit General Motors (GM) auf die Übernahme von Opel geeinigt. Der Kaufpreis allein für die Marken Opel und Vauxhall der GM-Europasparte liegt bei 1,3 Milliarden Euro. Welche Auswirkungen der Deal für die Händler und Kfz-Werkstätten haben wird, ist noch unsicher.

Für den Opel-Händlerverband ist die Übernahme von Opel durch den PSA-Konzern „ein Meilenstein“. Die Erfahrungen aus der bereits laufenden Kooperation zwischen Opel und PSA zeigten, „welche Potenziale in dieser Verbindung liegen“, schreibt der Verband in einer Stellungnahme.

"Beide Hersteller bringen zukunftsweisende neue Modelle auf den Markt, warum soll daraus nicht mehr werden?", sagte Peter Hübner, Vorstand des Verbandes Deutscher Opel- und Chevrolet-Händler (VDOH). Er verspreche sich "Volumenzuwächse und eine größere Produktivität". Dass sich Opel-, Peugeot- und Citroën-Autohäuser nach einer Übernahme gegenseitig kannibalisieren würden, sei unwahrscheinlich. "Globale Hersteller können das managen", sagte Hübner. Im VDOH sind mehr als 400 deutsche Opel-Händler organisiert.

Sanierungskurs angekündigt

Allerdings kündigte PSA-Konzernchef Carlos Taveres einen tiefgreifenden Sanierungskurs an. Grundsätzlich sehen die Franzosen durch die Übernahme ein jährliches Einsparpotenzial von 1,7 Milliarden Euro. „Wir glauben, dass wir mit diesem Deal die Effizienz auf ein höheres Level bringen können“, sagte Tavares vor der Presse. Als Beispiele nannte er Mengeneffekte beim Einkauf, die Zusammenführung der Fahrzeug-Plattformen und eine effizientere Produktion. Zum Händlernetz äußerte er sich nicht. Die vollen Einspareffekte sollen 2026 wirksam werden.

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