- Interview Verwaltung für Stifter

Wie die Bank Stifter unterstützt, sagt Arndt Funken, Leiter Stiftungsmanagement der Deutschen Bank, einer der besten Experten in Deutschland.

Arndt Funken betreut auch die Stiftung Optiker Bode. – © Funken
– Interview

Verwaltung für Stifter

handwerk magazin: Stellen auch Sie einen Trend fest, dass sich zunehmend mehr Geschäftsleute mit einer Stiftung engagieren?

Arndt Funken: Ja durchaus. Das hat auch damit zu tun, dass wir immer mehr Erben haben, die mit ihrem Vermögen auch etwas Gutes tun wollen. Hinzu kommt, dass der Steuerabzug bei Stiftungen mit der letzten Reform von gut 300000 Euro auf eine Million Euro erhöht wurde. Die Deutsche Bank betreut bereits über 1200 Stiftungen mit insgesamt 7,5 Milliarden Euro Vermögen.

Ab welchem Betrag lohnt es sich, an eine Stiftung zu denken?

Da die Stiftung nur ihre Erträge verwenden darf, stünde einer Stiftung mit nur 50000 Euro beim derzeitigen Zinsniveau nicht allzu viel Geld zur Verfügung. Ich denke, eine Million Euro und mehr sollten es schon sein, damit die Stiftung wirksam fördern kann.

Inwiefern braucht man denn eine Bank, um eine Stiftung zu gründen und zu betreiben?

Von der Idee bis zur Gründung der Stiftung begleiten wir den Kunden und übernehmen auf Wunsch auch die laufende Verwaltung. Wir haben mit rund 30 Mitarbeitern, die zentral und in den Regionen tätig sind, die größte Abteilung für Stiftungen aller Banken in Deutschland.

Wie viel berechnet die Bank für diesen Service?

Das hängt immer vom Einzelfall der Stiftung ab und berechnet sich jeweils nach dem Aufwand und der Höhe des Stiftungsvermögens.