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Sparringspartner für Chefs

Das gewerkeübergreifende Mentoring zahlt sich aus – auch auf Zambos Firmenkonto. Dank des intensiven Austauschs über Finanzierungsfragen konnte Zambo vier Prozent einsparen. Der Wechsel von Telefon-anbieter und Steuerberater brachte zusätzliche Vorteile – bei Kosten und Qualität. Berendonck profitiert auch von den Treffen, gerade weil beide ganz unterschiedliche Typen seien, wie er sagt. Ein Beispiel: „Ich habe hunderte Kontakte, aber ich pflege sie nicht richtig“, erzählt der 55-Jährige. „Ohne Nikolaus Zambo würde mir bis heute der Antrieb fehlen, die Kontakte auch nachzuhalten.“

„Willkommen sind Firmenchefs, die etwas bewegen wollen und offen sind für neue Perspektiven und Herangehensweisen“, erklärt Peter Holzmaier, Moderator der Düsseldorfer Wachstumswerkstatt und Geschäftsführer der 4smove Beratungsmanufaktur?im bayerischen Peterskirchen. Den Teilnehmern müsse bewusst sein: „Nur wer sich offen einbringt, kann später auch etwas für sich herausholen.“ Holzmaier weiß: „In erster Linie suchen die Firmenchefs ein offenes Ohr und eine substanzielle Diskussion, keine fertigen Lösungen.“ Wichtig ist ihnen, Probleme überhaupt einmal ansprechen zu können.

Ehepartner als seelischer Mülleimer

In einem guten Gespräch mit offenem Visier wird den Ratsuchenden oft vieles von selbst klar. Allerdings braucht es eine ordentliche Portion Kritikfähigkeit, um andere Meinungen annehmen zu können. Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer. „Der offene Austausch fällt vielen schwer. Schließlich sind sie es gewohnt, alle Entscheidungen – meist allein – zu treffen und immer Lösungen parat zu haben“, so Holzmaier. „Wenn sie mal nicht weiterwissen, kommt ihnen das wie eine Niederlage vor.“

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