Dacia Dokker: So groß, so günstig?

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Bernd Bentler, Vergoldermeister in Bonn, testet den Dacia Dokker. Der Kleintransporter überrascht den Handwerker – nicht nur beim Preis.

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    Kunstliebhaber mit Sinn fürs Praktische: Vergoldermeister Bernd Bentler fährt lieber Volvo oder Citroën als teure Prestige-Marken.
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    Quadratisch, praktisch, gut: Der Dacia überzeugt mit günstigem Preis.
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So groß, so günstig?

Bernd Bentler ist ganz begeistert vom günstigen Dokker Express. Dabei setzt er beruflich eher auf Hochpreisiges. Der Wahlbonner ist Vergoldermeister und rahmt seit mehr als 30 Jahren Kunstwerke in Bilderrahmen, die er und seine Mitarbeiter mit Gold, Silber oder Bronze veredeln. Kunden müssen nicht einmal eigene Bilder mitbringen. Sie können bei Bentler auch welche kaufen. In seinen beiden Galerien in Bad Godesberg und in der Bonner Innenstadt bietet er unter anderem Werke von Heinz Mack, Günther Uecker und Gerhard Richter an. Mit den Jahren habe er auch ein Gespür für aussichtsreiche Künstler entwickelt. Die meisten seiner Käufe sind mittlerweile sehr gefragt – und damit auch Bentlers Galerien und die Werkstatt. Viel Zeit hat der Bonner also nicht. Die Fahrt für handwerk magazin hat er deshalb kurzerhand dafür genutzt, um mit dem Dacia zu transportieren, was er in sein eigenes Auto nicht reinbekommt: fünf Kästen, 50 Zentimeter tief und breit und bis zu 1,20 Meter hoch. „Sobald sie lackiert sind, stellen wir darauf Kunstwerke in unseren Galerien aus“, sagt Bentler.

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    Gerade in Städten ist es für Handwerker oft schwer, legale Parkplätze zu finden.
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    Mit einer Länge von 4,36 Metern und einer Länge von 1,81 Metern ist der Kleintransporter groß im Vergleich zu ähnlichen Modellen der Wettbewerber.
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    Einfach und schlicht. Der Dacia Dokker steht nicht für Prunk, sondern für Funktionalität. Empfindlich ist der Wagen wahrlich nicht. Chefs können jeden Azubi ans Lenkrad setzen, ohne sich Gedanken um das Auto machen zu müssen.
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    Die Bedienelemente sind funktional, einfach zu erreichen und griffig.
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    In der Variante 1.6 MPI 85 schafft der Dacia Dokker mit 83 PS immerhin eine Höchstgeschwindigkeit von 159 km/h und verbraucht dabei nach Herstellerangaben im Durschnitt 7,5 Liter auf hundert Kilometern. Den Wagen gibt es auch mit einem größeren Motor, der 114 PS auf die Straße bringt.
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    Der Dacia Dokker Express bietet serienmäßig einen Laderaum mit 3,3 Kubikmetern Volumen. Der Abstand zwischen den Radkästen liegt bei 1,13 Metern.
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    Der Wagen hat ausreichend Platz zum Be- und Entladen. Sind beide Hecktüren geöffnet, bleiben fast 1,10 Meter, um Fracht in den Dacia Dokker zu zu heben. Die seitliche Schiebetür öffnet sich…
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    … 70,3 Zentimeter Länge und ist damit größer als bei den meisten anderen Kleintransportern.
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    Der Dacia Dokker Express kommt serienmäßig mit nur zwei Sitzen, dafür besonders viel Stauraum und Lademöglichkeiten.
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    Als Express-Variante verlangt Dacia für das Auto gerade einmal 7790 Euro. Der Preis schlägt die Konkurrenz bei weitem. Der VW Caddy kostet in der Basisvariante 13.405 Euro, der Renault Kangoo sogar 14.999 Euro

Haben Sie keinen Transporter?

Nein. Das lohnt sich nicht. Wir müssen nur ein bis zweimal im Monat größere Bilder, Rahmen oder Leisten transportieren, für die wir einen Kleintransporter benötigen. Den leihe ich mir dann an den Tagen aus. Alle kleineren Aufträge passen in meinen Lexus RX.

Wonach haben Sie Ihr Auto ausgesucht?

Am wichtigsten ist für mich die Größe des Kofferraums. Ich transportiere Bilderrahmen, und die lassen sich nicht zusammenfalten. Beim Autokauf habe ich also immer einen Zollstock dabei, um den Kofferraum auszumessen. So ein Dacia würde mir also eigentlich viele Transporte erleichtern. Wie viel soll der Wagen denn kosten?

Der Grundpreis liegt bei knapp 8000 Euro.

So günstig? Da muss ich doch mal über einen Kauf nachdenken. Der Dacia hat mich sowieso überrascht. Es ist ein solides, hochwertiges Auto. Auch bei der Ausstattung: Da ist mehr Blech als Plastik verbaut. Das hätte ich nicht gedacht.

Warum nicht?

Naja. Von der Marke weiß man, dass sie billige Autos produziert. Ich wusste nicht, dass die auch gut sind. Jetzt bleibt nur die Frage, wie robust das Auto langfristig ist.