Professor-Adalbert-Seifriz-Preis 2010

Die Wirtschaftszeitschrift ‚handwerk magazin‘ (Holzmann Medien, Bad Wöris- hofen) zeichnete vier Projekte mit dem „Technologietransferpreis des Deutschen Handwerks, Professor-Adalbert-Seifriz-Preis“ aus.

  • Bild 1 von 6
    Seifrizpreis 2010 Nowack
    © Ilja Mess
    Eines von vier Preisträgerpaaren: Zimmermeister Hubert Nowack und Wolfgang Müller, Leiter Steinbeis-Transferzentrum Infothek.
  • Bild 2 von 6
    Seifrizpreis 2010 Preisträger
    © KD Busch
    Seifrizpreis 2010: Sieger und Gratulanten bei der Preisverleihung in Stuttgart
  • Bild 3 von 6
    © Rudolf Wichert
    Karl-Heinz Müller (rechts), Innenausbau Müller GmbH (Mönchengladbach) und Prof. Dr. Burkhard Bischoff-Beiermann von der Hochschule Niederrhein (Krefeld).
  • Bild 4 von 6
    © Bettina Meckel
    Dipl.-Ing. Thomas Krasenbrink (rechts), VHV Anlagenbau GmbH (Hörstel) und Prof. Dr. Ing. Klaus Baalmann von der Fachhochschule Münster (Steinfurt).
  • Bild 5 von 6
    © Tine Casper
    Bootsbaumeister Jan Meyer (links), Yachtwerft Meyer GmbH (Bremen) und Prof. Dr.-Ing. Herbert Funke, Fachhochschule Dortmund.
  • Bild 6 von 6
    © Ilja Mess
    Zimmermeister Hubert Nowack (links)) (Rottweil) und Wolfgang Müller, Leiter Steinbeis-Transferzentrum Infothek (Villingen-Schwenningen).
file_download Downloads zu diesem Artikel

Die Preisträger, vier Handwerksunternehmen und ihre Wissenschaftspartner erhalten ein Preisgeld von insgesamt 20.000 Euro. Sie haben gemeinsam innovative Produkte entwickelt und zur Marktreife gebracht. Mit dem Preis fördert ‚handwerk magazin‘ den Technologietransfer zwischen Handwerk und Wissenschaft. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Steinbeis-Tages in Stuttgart statt.

Den Professor-Adalbert-Seifriz-Preis 2010 erhielten:

Karl-Heinz Müller, Innenausbau Müller GmbH (Mönchengladbach) und
Prof. Dr. Burkhard Bischoff-Beiermann von der Hochschule Niederrhein (Krefeld).

Sie entwickelten das Nivelliergerät „estrobot“, das für ermüdungsarmes Arbeiten beim Verlegen von Estrichen sorgt. Mit Hilfe von „estrobot“ können unabhängig von der Raumgeometrie Flächen mit einer Zeitersparnis von bis zu 70 Prozent mit höchster Genauigkeit berechnet werden.

Dipl.-Ing. Thomas Krasenbrink, VHV Anlagenbau GmbH (Hörstel) und
Prof. Dr. Ing. Klaus Baalmann von der Fachhochschule Münster (Steinfurt).

Ihr Doppelgurtförderer zur vertikalen Förderung von Schüttgütern ermöglicht es, trockene Schüttgüter mit hohem Feinkornanteil ohne Materialverlust vertikal zu transportieren. Die Anlage ist in vielen Branchen einsetzbar.

Zimmermeister Hubert Nowack (Rottweil) und Wolfgang Müller, Leiter Steinbeis-
Transferzentrum Infothek (Villingen-Schwenningen).

Das von beiden entwickelte „System NOWA+ – berührungslos Verbinden“ erhöht die Lebensdauer von frei bewitterten Holzkonstruktionen. Durch geeignete Verbindungsmittel und Abstandhalter werden mit dem System direkte Kontaktflächen zwischen zwei Holzbauteilen vermieden.

Bootsbaumeister Jan Meyer, Yachtwerft Meyer GmbH (Bremen) und
Prof. Dr.-Ing. Herbert Funke, Fachhochschule Dortmund.

Das Verfahren „FIBRETEMP – elektrisch beheizbare CFK-Formwerkzeuge“ ermöglicht es, große Kunststoffformen durch in der Formschale integrierte Kohlenstofffasern elektrisch zu beheizen. Damit können Kunststoffformen kostengünstig in fast jeder Form und Größe hergestellt werden.

Bei der Preisverleihung betonte Professor Johann Löhn, Präsident der Steinbeis-Hochschule Berlin und Vorsitzender der Jury, der Preis zeige, wie wichtig es ist, Wissenschaft und Praxis zu integrieren. Eine besondere Bedeutung komme dabei dem Handwerker zu, denn er sehe das Problem an Ort und Stelle. Rainer Reichhold, Vorstandsvorsitzender des Vereins Technologie-Transfer Handwerk und Präsident der Handwerkskammer Region Stuttgart, erklärte bei der Preisverleihung, 70 Prozent aller deutschen Innovationen kämen aus kleinen und mittleren Unternehmen, viele davon direkt aus dem Handwerk.

An dem Wettbewerb, den ‚handwerk magazin‘ zum 22. Mal gemeinsam mit dem „Verein Technologietransfer Handwerk, Stiftung Adalbert Seifriz-Preis“ (Stuttgart) veranstaltete, konnten sich Handwerksunternehmer aus ganz Deutschland bewerben, die zusammen mit einem Partner aus Forschung und Wissenschaft neue Produkte, Verfahren, Dienstleistungen oder neue Formen der betrieblichen Organisation entwickelt haben. Die Projekte sollen den Gedanken des Technologietransfers beispielhaft verkörpern. Außerdem muss das Teamprojekt zu einem abgeschlossenen Ergebnis gekommen sein und erste Erfolge am Markt aufweisen.

Weitere Förderer des Wettbewerbs sind die Signal Iduna Gruppe und der Baden-Württembergische Handwerkstag sowie die Steinbeis Stiftung und der Zentralverband des Deutschen Handwerks.