Outdoor-Smartphones Sechs neue Handys im Baustellen-Härtetest

Für viele Handwerksunternehmer gehören Outdoor-Smartphones auf der Baustelle zum Handwerkszeug. Zeit für handwerk magazin, mal wieder einen echten Härtetest zu veranstalten. Wir haben acht neue Outdoor-Smartphones für den Handwerkereinsatz auf der Baustelle exklusiv getestet.

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Für viele Handwerksunternehmer gehören Outdoor-Smartphones auf der Baustelle zum Handwerkszeug. Zeit für handwerk magazin, mal wieder einen echten Härtetest zu veranstalten. Wir haben sechs neue Outdoor-Smartphones für den Handwerkereinsatz auf der Baustelle exklusiv getestet.

Sechs nagelneue Outdoor-Smartphones, eine Baustelle in Baden-Württemberg und drei hoch motivierte Handwerker : Die perfekte Mischung für den wohl härtesten Outdoor-Smartphone-Test Deutschlands.

Wer als Handwerker auf der Baustelle im Internet surfen, E-Mails lesen oder den aktuellen Wetterbericht abrufen will, der benutzt am besten ein Smartphone. Wenn es aber aus Versehen vom Gerüst in die Tiefe fällt oder aus dem Blaumann herausrutscht und in der frisch installierten Toilette versinkt, kann die smarte Technik schnell irreparabel zerstört werden.

handwerk magazin hat aus diesem Grund sechs aktuelle Outdoor-Smartphones auf ihre Baustellentauglichkeit hin getestet und verrät Handwerkern, welches der Modelle sich auf dem gnadenlosen Testparcours als besonders empfehlenswert gezeigt hat.

Dieses Mal neu: ein Laster als Endgegner. Zwei Jahre nach unserem letzten Smartphone-Test auf der Baustelle ist es wieder so weit. Wir machten uns an einem Dienstagmorgen auf den Weg nach Altingen, ein Ortsteil von Ammerbuch bei Tübingen. Dort testeten wir sechs Handys auf Herz und Nieren. Die Firma SFS Schaible Sanitär und Heizungstechnik hatte in unserer handwerk-magazin-Facebook-Gruppe auf unsere Suchanfrage bezüglich einer Baustelle sehr schnell reagiert. Die Mitarbeiter erwarteten uns schon voller Tatendrang auf ihrer Baustelle.

Ein Test vom Handwerker für Handwerker

Frei nach dem Motto „vom Handwerker für Handwerker“ testeten Benjamin Schaible (Geschäftsführer), Selman Yavuz (Sanitär- und Heizungsbauer) und Frank Sautter (Auszubildender im dritten Lehrjahr) sechs Handys von fünf verschiedenen Herstellern auf Baustellentauglichkeit. Hierbei überprüften sie die Smartphones der Firmen Archos, Cyrus, Cat, Runbo und Simvalley. Das Letztere ist ein „Old-school“-Modell, welches die Anforderungen an robuste Handys verschärfen sollte. Unser festgelegter Parcours steigerte sich mit jeder Station. Zum Einstieg das Einfachste: der Bildschirm- und Funktionstest mit Handschuhen. Es folgten der Staub-, der Wasser- und der Sturztest. Das Beste zum Schluss, der Endgegner alias der Laster. Aber war er auch wirklich der Endgegner?

Der große Outdoor-/Baustellensmartphonetest 2018: Nur ein Handy überlebt!

#1 Funktionstest

Sich an das neue Smartphone gewöhnen. Das war die erste Aufgabe für die drei Handwerker des Heizung- und Sanitärbetriebes. Wir teilten jedem Handwerker jeweils zwei Handys zu. Die bewerteten Kriterien: Bedienbarkeit mit Arbeitshandschuhen, Menüführung und eingebaute Extras.

Ergebnis:

Keine Herausforderung für die Smartphones. Jedes ließ sich problemlos bedienen. Am Ende überzeugen das Archos Sense 50X , das Cyrus CS22 Xcited und das Cyrus CS2 4 Work durch die Größe der Displays und die einfache Menüführung.

#2 Staubtest

Nächster Punkt der Herausforderung: der Staubtest. Hierfür wurden die Handys mit Baustellenstaub und Dreck ordentlich eingesaut. Nachdem alle Handys von einer teilweise dünneren und teilweise dickeren Staubschicht überzogen waren, inspizierte Selman Yavuz die Handys. Schränkt eine Verunreinigung ihre Funktionstüchtigkeit ein?

Ergebnis:

Auch unter großer Staubbelastung und mit Handschuhen funktionierten alle. Der Favorit des Handwerkers: das Archos Sense 50X. Grund dafür ist der große Bildschirm, dessen tolle Farben und die flüssige Bedienung des Menüs.

#3 Wassertest

Benjamin Schaible, Geschäftsführer von SFS Schaible Sanitär und Heizungstechnik, untersuchte die Smartphones auf ihre Wassertauglichkeit. Laut Angaben der Hersteller sollte jedes der geprüften Geräte einem halbstündigen Aufenthalt im Wasser standhalten. Noch mit Staub überzogen, wurden die Handys für zwei bis drei Minuten in einen Eimer voll Wasser gelegt und anschließend überprüft.

Ergebnis:

Fünf von sechs Handys erlitten keine Beeinträchtigungen durch das Wasser. Nur das Archos Sense 50x fiel durch. Der Grund: Das Display konnte nach dem Wasserbad nicht sauber und einwandfrei bedient werden.

#4 Sturztest

Die Sturzsicherheit der ausgewählten Handys beträgt bis zu zwei Meter. Das versprechen die Hersteller. Gerüste und Leitern auf Baustellen erreichen Höhen von drei Metern und mehr. Deshalb weiteten wir die Fallhöhe aus. Wir kletterten auf ein Gerüst, das 3,20 Meter hoch war, und ließen die Handys auf den steinigen Baustellenboden fallen. Aber sind auch noch nach diesem Test alle Geräte intakt?

Ergebnis:

Bei der Hälfte bricht das Bildschirmglas, zwei weitere bleiben tot und scheiden damit in der vorletzten Runde aus. Nur eines ist noch voll funktionsfähig. Bei dem Archos Sense 50X, Cat S41 und Runbo F1 zerspringt das Display, die Bedienung funktioniert jedoch weiterhin. Die Tagesüberraschung, das „Old-school-Handy“ Simvalley XT-690 hält dem Sturztest nicht stand. Zusätzlich versagte auch das Cyrus CS22 Xcited. Beide Handys lassen sich nicht mehr anschalten. Nur ein Smartphone bleibt übrig: das Cyrus CS24 Work. Dieses übersteht den Test als Einziges unbeschadet.

#5 Endgegner: der Laster

Nur die Harten kommen in den Garten oder in unserem Fall auf die Baustelle. Als Endgegner ließen wir uns dieses Mal etwas ganz Besonderes einfallen: Smartphone vs. Transporter. Denn wir wollten wissen: Was passiert, wenn das Smartphone beim Einsteigen in den Geschäftstransporter unbemerkt aus der Tasche rutscht, auf der Straße landet und der Laster darüberfährt? Also testeten wir die vier übrig gebliebenen Handys (Archos, Cyrus CS24, Cat und Runbo).

Ergebnis:

Alle vier Handys überstehen den 1,4 Tonnen schweren Transporter ohne einen weiteren Kratzer und büßen nichts weiter in ihrer Funktionstüchtigkeit ein.

# Das Endergebnis

Schon vor dem Test waren wir und die drei Handwerker gespannt. Welche Handys taugen für die Baustelle? Das Testergebnis zeigt: Bei drei von sechs Handys zerspringt das Display, zwei lassen sich nicht mehr anschalten, folglich bleibt nur eines übrig. Testsieger ist das Cyrus CS24 Work oder auch „das Unzerstörbare“.

Die Testergebnisse im Überblick:

Hersteller und Modell Archos Sense 50x Cyrus CS22 Xcited Cyrus CS24 WORK Cat S41 Simvalley PX-3994-919 Runbo F1
Handschuhtest
Staubtest
Wassertest X
Sturztest X Nicht mehr funktionstüchtig (✝) X Nicht mehr funktionstüchtig (✝)
X
Autotest - -
Fazit 4. Platz 5. Platz Testsieger 3. Platz 5. Platz 2. Platz
Bewertung 3,5/5 3/5 5/5 4/5 3/5 4,5/5

Der große Baustellentest 2016

Auch schon 2016 fühten wir einen großen Baustellentest für Smartphones durch. Damals der Testort: eine Baustelle im mittelfränkischen Baiersdorf für ein größeres Mietshaus.

Die Testgeräte: ToughGear Blade 2, Cyrus CM7, RugGear RG730, Cat S30, Simvalley SPT-900 V2, Fieldbook F1, Motorola Moto X Force und Cyrus CM16

Das Testteam: Daniel Haßmüller (Firma wewaton), Hans-Günther Wachter  und Marc Seubert (beide Firma Niersberger), Markus Schober (Firma Raab), Cornelia Thane, Felix Dehn und Christiane Klebig (alle handwerk magazin)

Outdoor-Smartphones im Härtetest 2016

Halten Outdoor-Smartphones was sie versprechen? Und überstehen Sie auch ein Bad im frischen Beton oder einen Sturz aus 3 Metern? handwerk magazin hat 2016 folgende Geräte auf ihre Wasser-, Beton- und Staubdichtigkeit sowie auf ihre Robustheit getestet: ToughGear Blade 2, Cyrus CM7, RugGear RG730, Cat S30, Simvalley SPT-900 V2 Fieldbook F1, Motorola Moto X Force, Cyrus CM16

Zum Warmwerden: Staubtest

Zunächst wurde es für unsere acht Outdoor-Smartphones ziemlich staubig, denn wenn es etwas auf Baustellen gibt, dann ist es wohl Dreck. Also: Eimer hingestellt, einen Sack mit trockenem Zementpulver rein und dann den Staub mit den Telefonen vermischt. Kräftig umgerührt und noch einen zweiten Sack mit Zement hinterher geschüttet. Für die acht Geräte erwartungsgemäß ein leichter Test zum Einstieg.

Und auch ein kleiner „Staub-Nachschlag" mittels feinem Holzstaub ergibt: Dreck ist eher ein Kinderspiel für unsere Testgeräte.

Wenn‘s dicht sein sollte: Wassertest

Bei unserer zweiten Teststation wird es schon etwas kniffliger. Mit Ausnahme des Moto X Force von Motorola geben alle Hersteller an, dass ihre Testgeräte wasserdicht sind. Die angegebene maximale Wassertiefe reicht dabei von einem bis zu zwei Meter Tiefe. Um die Angaben zu überprüfen, füllten wir einen großen Behälter mit Wasser und ließen die Smartphones auf den Boden des Wasserbehälters sinken.

Nach mehreren Minuten im Wasserbad holten wir die Smartphones heraus. Nun überprüften wir, ob die Geräte noch funktionierten. Außerdem begutachteten wir das Display nach Wasser im Inneren des Touchscreens.

Outdoor-Smartphones sollte so ein Wasserbad eigentlich nichts anhaben. Eigentlich... Denn „nichts geht mehr" hieß bereits nach dem Wassertest für das Motorola Moto X Force. Als einziges Modell hat es unser kleines Bad nicht überstanden. Da Motorola jedoch keine Angabe macht, ob das Gerät wasserfest ist, fällt das Ergebnis des Wassertests insgesamt nicht überraschend aus. Alle anderen Geräte funktionierten tadellos.

Nur Fliegen ist schöner: Sturztest

Für den Sturztest ging es hoch hinauf, genauer gesagt kletterten wir über eine Leiter auf die Stütze eines Baukrans. Die Angaben, bis zu welcher Fallhöhe die Modelle sturzsicher sind, reichen von einem Meter (Fieldbook) bis zwei Meter (Cyrus, RugGear).

Um die Geräte an ihre Belastungsgrenze zu bringen, erhöhten wir noch um einen halben Meter und ließen ein Smartphone nach dem anderen von der Stütze des Baukrans aus circa zweieinhalb Metern auf den Schotter fallen.

Besonders bei den Cyrus-Geräten CM7 und CM16 und dem Simvalley SPT-900 V2 fiel auf, dass die Smartphones nach dem ersten Aufprall auf dem Untergrund vom Boden absprangen. Das Kunststoffgehäuse der Modelle minderte  auf diese Weise die Energie, die beim Aufprall entstand.

Leider raus ohne Applaus: das ToughGear Blade 2. Der Touchscreen war komplett zersplittert und unbrauchbar. Alle anderen Testgeräte waren nahezu Kratzerfrei und noch voll funktionsfähig.

Außer Konkurrenz (da ja wegen des nicht bestandenen Wassertests bereits ausgeschieden) wollten wir wissen, ob das „extrem feste ShatterShield-Display aus fünf Schichten" des Motorola Moto X Force hält was es verspricht. Tut es! Ohne Wenn und Aber!

Outdoor-Smartphone-Test 2016: Sturz, Wasser, Staub, Beton und mehr

Nichts für Weicheier: Betontest

Kurz vor Schluss kam es zum ultimativen Härtetest für unsere verbliebenen sechs Testgeräte. Kaum vom Betonmischer angeliefert, versenkten wir unsere Smartphones im frischen Beton für die Bodenplatte des künftigen Mietshauses. Die bange Frage: Würden unsere Testgeräte dieses Bad überstehen? Um noch einen drauf zu setzen, kam noch der Flaschenrüttler ins Spiel, der die Betonmasse und die Smartphones gleichmäßig verteilte.

Umso schwieriger war es, alle Smartphones wiederzufinden. Nachdem wir alle Handys gerettet hatten, die nur noch mit sehr viel Fantasie als Smartphones zu identifizieren waren, spülten wir sie mit Wasser ab. Das überraschende Ergebnis: Alle Geräte funktionierten nach einer kleinen Säuberungsaktion so, als hätten sie nie etwas anderes gemacht.

Entspannter Abschluss: Displaytest

Zum Abschluss unserer Baustellenversuchsreihe wurden wir nochmal zahm: Ein Outdoor-Smartphone sollte sich für Handwerker auch mit Arbeitshandschuhen und bei feuchtem Display bedienen lassen. Ob diese technischen Eigenschaften einwandfrei funktionieren, hängt nach Aussagen der Hersteller je nach Modell auch von der Art des Arbeitshandschuhs und der Wassermenge auf dem Touchscreen ab.

Für den Displaytest tauchten wir die Geräte noch einmal in den Wassereimer. Trotz Nässe und Handschuhen konnten wir die Geräte anschließend über die Touchscreens tadellos bedienen.

Das Fazit: Aus 8 mach 6

Das Fazit nach einem Tag Smartphone-Tortur auf der Baustelle: Sechs Outdoor-Smartphones haben den Test bestanden. Zwei nicht: Das ToughGear fiel beim Sturztest durch und das Motorola beim Wassertest. Feierabend!

i.safe MOBILE RugGear RG730: Bietet alle Funktionen für den Einsatz auf der Baustelle. Gute Verbindung aus Technik, Robustheit und Design. Mit Aufprallschutz, hält auch Vibrationen, Feuchtigkeit, Luftdruck und Temperaturschwankungen aus.

CatS30: Robustes Gerät, wie gemacht für Handwerker. Die Rückseite besteht aus bruchfestem Außenmaterial. Resistent gegen Öl und Fett. Liegt durch gummiertes Gehäuse griffig in der Hand. Display aus Corning Gorilla Glass 3.

Bestore ToughGear Blade 2: Das Display hielt dem Sturztest nicht Stand. Das ToughGear ist nicht so stabil und bruchfest, wie der Name vermuten lässt und bei einem Outdoor-Smartphone zu erwarten ist. Der Preis wird dem Gerät nicht gerecht.

Simvalley MOBILE SPT-900 V2: Sehr robustes Outdoor-Smartphone. Griffiges Gehäuse mit gleichzeitig handlichem Format – perfekt für das Handwerk. Verfügt über einen GPS-Empfänger für die weltweite Positionsbestimmung.

Logic Instrument Fieldbook F1: Das Fieldbook F1 ist Tablet + Smartphone in einem Gerät. Der Koloss unter den ­Testgeräten für die Baustelle. Für den Alltag draußen auf der Baustelle durch seine Größe nur bedingt geeignet. Passt in kaum eine Jacken- oder Hosentasche.

Cyrus technology CM7 / Cyrus Technology CM16: Beide Cyrus-Geräte sind 100% empfehlenswert und sehr handwerkstauglich. Bei dem Preis-Leistungsverhältnis hält kein Modell mit. Die kompakte Bauweise ist ideal dafür, überall hin mitgenommen zu werden.

Motorola Moto X Force: Extrem festes ShatterShield-Display aus fünf Schichten. Dafür spricht auch die 4 Jahre Garantie des Herstellers gegen Bruch und Sprünge. Einziges Manko: Das Moto X Force ist nicht ­wasserfest.

Alle Ergebnisse, Preise und wichtigsten technischen Daten zu den getesteten Outdoor-Smartphones finden Sie in unserer Marktübersicht.

Der große Baustellentest 2013

Wer als Handwerker auf der Baustelle im Internet surfen, E-Mails lesen und den aktuellen Wetterbericht abrufen will, der benutzt am besten ein Smartphone. Wenn es aber aus Versehen vom Gerüst in die Tiefe fällt oder aus dem Blaumann herausrutscht und im frisch angerührten Mörtel versinkt, kann die smarte Technik schnell irreparabel zerstört werden. handwerk magazin hat aus diesem Grund die fünf neuesten Outdoor-Smartphones auf ihre Baustellentauglichkeit hin getestet und verrät Handwerkern, welches der Modelle sich auf dem gnadenlosen Testparcours als besonders empfehlenswert gezeigt hat. Die Testergebnisse der Smartphones Sony Xperia V, Xperia Go, Samsung Galaxy Xcover 2 sowie Simvalley SPT-800 3G und CAT BT15 hielten einige Überraschungen parat.

So testete handwerk magazin

Der Testparcours für die Smartphones bestand aus einem Staubtest, einem Sturztest vom Baugerüst, das circa vier Meter hoch war, einem 30-sekündigen Tauchgang im Wassereimer sowie zum Abschluss einem 15-sekündigen Bad im frisch angerührten Mörtel.

Outdoor-Smartphones im Test

Outdoor-Smartphones im Test

Halten Outdoor-Smartphones was sie versprechen? Und inwieweit sind die edlen Handys überhaupt für den Einsatz auf der Baustelle geeignet? handwerk magazin hat fünf Modelle auf der Baustelle auf ihre Wasser- und Staubdichtigkeit sowie auf ihre Robustheit getestet. Sehen Sie selbst wie sich die Handys beim Sturz vom Baugerüst oder beim Bad im Mörteleimer geschlagen haben.

Station 1: Staubtest

Um herauszufinden, wie staubdicht die Smartphones sind, wurden sie unter die Schneidefläche einer Steinsäge gelegt. Die Säge zerteilte einen Backstein in drei Teile. Das Zerteilen des Backsteines wirbelte so viel Steinmehl durch die Luft, dass die Handys nach dem Test deutlich sichtbar mit Staub und kleinen Steinsplittern bedeckt waren. Mit ein paar Wischbewegungen und viel Puste konnte man die Displays wieder erkennen. Zunächst wurde überprüft, ob sich die fünf Geräte einschalten lassen. Hier gab es keine Beanstandungen. Im Anschluss testeten wir, ob die Touchscreens und Bedienknöpfe noch funktionieren. Schnell stand fest, dass alle fünf Smartphones weder funktionelle noch äußerliche Schäden davongetragen haben. Test eins haben alle Geräte bestanden!

Station 2: Wassertest

Für den Wassertest füllten wir einen Eimer halbvoll mit Wasser. In der Testsimulation lassen wir die Handys aus der Hosentasche des Handwerkers in das Wasserbad plumpsen. Die fünf Geräte bleiben exakt 30 Sekunden in ungefähr 50 Zentimeter tiefem Wasser. Dann werden sie wieder herausgeholt und abgetrocknet. Das Samsung Galaxy Xcover 2 und die beiden Sony Modelle Xperia Go und V behalten ihre volle Funktionalität. Das robust gebaute und optisch gut abgedichtete SPT-800 3G sowie das BT15 fallen in diesem Test durch. Beide zeigen Feuchtigkeitsansammlungen im Inneren. Sie lassen sich nicht mehr bedienen. Die erste Überraschung auf unserem Testparcours ist perfekt.

Station 3: Sturztest

Für den Sturztest kletterten wir auf das circa vier Meter hohe Baugerüst. Der Handwerker simulierte einen eingehenden Anruf auf dem Smartphone, zog es aus seiner Tasche, ließ es aus der Hand gleiten und in die Tiefe stürzen. Auf dem Boden angekommen, nahmen wir die drei verbliebenen Test-Smartphones gespannt in Augenschein. Das Sony Xperia V hat den Sturz äußerlich nicht überlebt. Das Display ist zersplittert. Trotz der starken Erschütterung nach dem Sturz auf den steinigen Baustellenboden lässt sich das Gerät von Sony weiterhin anschalten und über die seitlichen Bedienknöpfe steuern.

Im Rennen bleiben das Samsung Galaxy Xcover 2 und das Sony Xperia Go. Sie zeigen weder äußerliche Schäden noch Probleme bei der Funktionalität. Das Sony-Modell mausert sich schon vor dem letzten ultimativen Test im frischen Mörtel zum heimlichen Gewinnersmartphone. Das kleinste unter den fünf Testgeräten hat eine für Smartphones typische, schmale Bauform. Das Gehäuse besitzt auch keine erkennbaren Schutzvorkehrungen wie zum Beispiel eine gummiverstärkte Ober- und Unterkante, die beim Modell von CAT und dem Galaxy Xcover 2 verbaut wurden. Die kompakte Bauweise täuschte daher über die bislang bewiesene Outdoor-Tauglichkeit hinweg.

Station 4: Mörteltest

Die letzte Station auf dem Baustellenparcours hat es dann noch einmal in sich. In einer Wanne rühren wir frischen Mörtel an. Der Glaube, dass die beiden verbliebenen Smartphones diesen letzten ultimativen Test auch noch unbeschadet überstehen, ist bei den Handwerkern und uns verschwindend gering. Für den Test fallen beide Handys in den Mörteleimer und werden 15 Sekunden mit der Hand im schlammigen Mörtel durchgerührt. Anschließend befreien wir die beiden Geräte und spülen sie mit klarem Wasser ab. Weder am Gehäuse noch bei der Technik gibt es Ausfallerscheinungen.

Fazit: Der große Baustellentest für Outdoor-Smartphones verlangte dem Samsung Galaxy Xcover 2, dem Sony Xperia V und Go sowie den Modellen Simvalley SPT-800 3G und dem CAT BT15 alles ab. Am Ende haben das Sony Xperia Go sowie das Samsung Galaxy Xcover 2 den Testparcours unbeschadet absolviert. Beide Smartphone-Modelle werden bei den Handwerkern und der Redaktion endgültig zu den Helden der Baustelle.

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