Ob Management, EDV oder Steuern - von Anfang an packte handwerk magazin Nutzwert pur in jedes Heft. Ein Streifzug durchs Gründungsjahr bis heute.
Nutzwert von Anfang an
Wenn sich Peter Holzmann in seinem Verlagsbüro daran erinnert, wie handwerk magazin entstand, gerät er richtig ins Schwärmen: „Es gab noch kein eigenes branchenübergreifendes Magazin für Unternehmer im Handwerk. Diese Lücke wollten wir unbedingt schließen, vor allem mit guten Tipps zur Betriebsführung, mit Beiträgen zum Marketing, Recht und Steuern“, erinnert sich der heute 75 Jahre alte Seniorverleger. Der Gedanke ließ ihn nicht mehr los. Bereits ein Jahr vor der Gründung entwickelte er mit Verlagsdirektor Harald Bos die ersten Gedanken, wie ein solches Magazin aussehen sollte.
Praxishilfen für Betriebe
Nun fehlte nur noch der richtige Blattmacher. Der Verlag setzte einen Headhunter ein und fand Gerd-Ulrich Brandenburg, der ein völlig neues Wirtschaftsmagazin entwickelte: „Wir haben uns nicht nur aufs Handwerk spezialisiert, sondern sind von Anfang an inhaltlich viel gründlicher vorgegangen als die Konkurrenz“, so Brandenburg. Nutzwert, Service und Beratung sind die drei wichtigsten Säulen von handwerk magazin. Für die Unternehmer hieß das: Möglichst viele geldwerte Informationen im eigenen Betrieb umzusetzen, Praxistipps, Checklisten und Mustertexte als konkrete Arbeitshilfen zu erhalten.
Boom durch Wiedervereinigung
Das Konzept stand, der Startschuss fiel im Oktober 1986: Mit einer Auflage von 50000 Heften erschien die erste Ausgabe von handwerk magazin. Knapp vier Jahre später brachte 1989 die Wiedervereinigung auch handwerk magazin einen ungeahnten Aufschwung. Die Abonnentenzahl stieg bald darauf auf 30000 Exemplare.
Brandenburg wollte noch mehr bieten als Nutzwert, Service und Beratung. „Wir organisierten Wettbewerbe, zunächst für die Meisterfrau, später für Existenzgründer, für Technologietransfer und für Marketing, die ideal unsere Bindung zu den Lesern verstärkten“, so der ehemalige Chefredakteur. Auch dadurch gelang es Brandenburg, der Redaktion und dem Verlag, die Abonnentenzahl im Jahr 2000 auf 43000 zu steigern.
Nutzwert online ergänzt
Alexander Holzmann, der zur Jahrtausendwende den Verlag von seinem Vater übernahm, war begeistert. Er hatte handwerk magazin bereits 1991 bei seinem Redaktionspraktikum kennengelernt. „Ich fand es spannend, vor Ort zu erfahren, wie der Nutzwert in den Beiträgen umgesetzt wurde“, so der heutige Verleger. Dass die Abonnentenzahlen dann immer mehr zurückgingen, gehört mit zu den größten Sorgen von Holzmann junior. „Das Problem haben alle Wirtschaftsmagazine, auch weil sich viele Unternehmer nicht mehr fest mit einem Abonnement binden wollen“, weiß Alexander Holzmann. „Wir wollen dem mit einem noch besseren Angebot begegnen.“
Mehrere Relaunches von handwerk magazin und der 2005 umgesetzte Internetauftritt tragen dazu bei. „Wir haben den Nutzwert im Heft online ergänzt, viele Informationen und Mustertexte angeboten“, so Frank Wiercks, von Oktober 2004 bis 2008 Chefredakteur bei handwerk magazin. Auch die Leser-Blatt-Bindung wurde erweitert. Zusammen mit der Deutschen Handwerks Zeitung kamen der Wettbewerb für Nutzfahrzeuge und für Chefkombis hinzu. Viele Beilagen bauten die Informationen weiter aus. handwerk magazin habe seine große Chance in der Beständigkeit, meint Wiercks. „Seit 25 Jahren Nutzwert pur und politische Themen nur, wenn sie direkt den Betrieben dienen, das ist das Markenzeichen.“
Sein Nachfolger Holger Externbrink hat dieses Konzept noch weiterentwickelt: „Wir setzen auf fokussierten Nutzwert, Service und Beratung im Magazin und bauen den Onlineservice laufend aus. Jedes Heft ist gut verknüpft mit unserem Internetauftritt.” Wie Alexander Holzmann sieht auch er die Zukunft von handwerk magazin im gedruckten Heft plus digitaler Angebote für die Handwerksunternehmer. Dass sie dabei auch mehr Lesespaß haben, dafür sorgt der große Relaunch der Printausgabe Anfang 2010, mit völlig neuer Optik und besser aufbereiteten Nutzwertelementen sowie der neuen Webseite. „Wir sind auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ziel“, sagt Externbrink. „Zusammen mit der Redaktion und dem Verlag werden wir handwerk magazin noch mehr Relevanz im Handwerk schaffen.“
