Video vom Bankenverband: So erkennen Sie Falschgeld

Seit kurzem ist der neue 20-Euro-Schein im Handel. Er soll besonders fälschungssicher sein. Das ist auch gut so, denn Geldfälscher haben 2014 deutlich mehr Euro-Blüten in Umlauf gebracht als im Jahr zuvor. Im zweiten Halbjahr 2014 waren 60 Prozent aller weltweit aufgespürten Blüten 20-Euro-Noten.

Seit 25. Novemeber 2015 im Handel: der neue 20-Euro-Schein. – © © eyewave – Fotolia.com

63 Prozent mehr Falschgeld im Umlauf als vor einem Jahr

Insgesamt zogen Banken, Handel und Polizei in deutschland rund 63.000 falsche Euro-Banknoten aus dem Verkehr und damit 63 Prozent mehr als 2013. Erstmals versuchten sich Fälscher auch am neuen Zehn-Euro-Schein, den Europas Notenbanken erst seit dem 23. September 2014 ausgeben. Auch weltweit stieg die Zahl gefälschter Euro-Noten kräftig um ein Viertel auf 838.000. Nur 2009 waren mit 860.000 Blüten noch mehr entdeckt worden. Im zweiten Halbjahr 2014 wurden mit 507.000 Blüten sogar so viele gefälschte Euro-Noten wie nie zuvor in einem Halbjahr sichergestellt, wie die EZB berichtete.

Achtung: So erkennen Sie Falschgeld

20- und 50-Euro-Scheine im Fokus der Fälscher

Dabei setzten Kriminelle verstärkt auf falsche Fünfziger: Insgesamt machten 20- und 50-Euro-Scheine 82 Prozent des Falschgeldaufkommens aus, weltweit sogar 86 Prozent. Die Bundesbank begründete die Entwicklung damit, dass die Fälscher beim Vertrieb aktiver geworden seien. Rein rechnerisch entfielen vergangenes Jahr acht falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner, 2013 waren es noch fünf.

Die Bundesbank ruft Verbraucher und Kassierer im Handel dazu auf, Banknoten stets aufmerksam zu prüfen. Denn: Für Falschgeld gibt es keinen Ersatz. Und wer wissentlich mit Falschgeld bezahlt, macht sich strafbar. Im Wettrennen mit den Geldfälschern bringen Europas Notenbanken seit Mai 2013 schrittweise eine runderneuerte Euro-Serie mit zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen in Umlauf.

Aber wie erkennt man eigentlich Falschgeld?

  • Mit der Regel „Fühlen, Kippen, Sehen“  erkennen Sie die wichtigsten Sicherheitsmerkmale.
  • Euro-Banknoten bestehen zu 90% aus Baumwolle, sie sind griffig und fest. Die Scheine der neuen Europaserie sind zusätzlich mit einer Lackierung versehen. Dies macht die Banknoten haltbarer und fälschungssicherer.
  • Die Prägungen „EZB“ am Rande des Geldscheins sind leicht erhaben.
  • Wenn Sie den Geldschein kippen, erkennen Sie im Hologramm den Wert, das Motiv und bei den neuen Scheinen den Kopf der Göttin Europa als wechselndes Motiv.
  • Bei den Fünf-, Zehn- und Zwanzig-Euroscheinen ist das Hologramm ein silberner Streifen. Alle Eurobanknoten haben am rechten Rand ein Wasserzeichen und in der Mitte den Sicherheitsfaden. Im Gegenlicht erkennen Sie das Bildmotiv des Scheins als Wasserzeichen und den Sicherheitsfaden als durchgehenden dunklen Strich.
  • Die Banknoten der neuen Europaserie haben eine glänzende Smaragdzahl als neues Merkmal. Die Wertzahl auf der Vorderseite der Banknote wechselt beim Kippen je nach Lichteinfall von Smaragdgrün nach tiefblau.

Verlassen Sie sich nie auf nur ein Sicherheitsmerkmal bei der Überprüfung Ihres Wechselgeldes.

Fälscher konzentrieren sich meist nur auf ein oder zwei Merkmale.Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie unbedingt Ihre Hausbank.Wenn Sie das Gefühl haben, Falschgeld bekommen zu haben, schalten Sie umgehend die Polizei ein. Die Bundesbank ruft Verbraucher und Kassierer im Handel dazu auf, Banknoten stets aufmerksam zu prüfen. Denn: Für Falschgeld gibt es keinen Ersatz. Und wer wissentlich mit Falschgeld bezahlt, macht sich strafbar.

Weitere Infos dazu unter bankenverband.de .

10 skurrile Fakten zum 20-Euro-Schein

Ebury (www.ebury.de), der internationale Währungsexperte, hat zu diesem Anlass 10 interessante bis skurrile Fakten zur 20 Euro-Note zusammengetragen. Ein Abgesang nach 13 gemeinsamen Jahren.

1. Aktuell befinden sich 3.265 Milliarden 20 Euro-Scheine mit einem Gesamtwert von 65,3 Milliarden Euro im Umlauf. Das entspricht etwa dem Unternehmenswert des Autobauers BMW.

2. Ein 20 Euro-Schein wiegt 0,81 Gramm und hat eine Höhe von 0,1 mm. Das Gesamtgewicht aller 20 Euro-Scheine beläuft sich auf etwa 2.645 Tonnen – in etwa so viel, wie 14 Jumbojets wiegen. Würde man alle Zwanziger aufeinander stapeln, hätte der resultierende Geldturm eine Höhe von 3265 km – und würde damit weit aus der Erdatmosphäre herausragen, die nach nur etwa 500 km endet.

3. 4,5 Milliarden neue Zwanziger werden zunächst ausgegeben; bei Herstellungskosten von 8 Cent pro Schein haben diese Scheine einen Wert von 360 Millionen Euro. Die alten Banknoten behalten weiter ihre Gültigkeit und werden wohl noch Jahre im Umlauf bleiben.

4. Äußerlich hat sich die 20 Euro-Note nur gering verändert. Der Blauton des Scheins fällt nun etwas dunkler aus und die Rückseite hat einen leichten Gelbstich erhalten. Entsprechend der Länder, die der EU seit 2002 beigetreten sind, zeigt die Landkarte Europas nun auch Malta und Zypern, das Wort Euro ist jetzt zusätzlich zu lateinischer und griechischer Schrift auch in kyrillisch abgebildet und das Akronym der EZB in 9 statt bisher fünf Sprachen aufgeführt.

5. Die Maße des Zwanzigers haben sich nicht verändert: der neue 20 Euro-Schein misst nach wie vor 133 x 72 mm. Hintereinander gelegt, ließe sich die Erde mit sämtlichen 20 Euro-Scheinen mehr als 10 Mal komplett einwickeln – 434.245 km wäre die Geldkette lang. Würde man alle 20 Euro-Noten nebeneinander legen, nähmen sie eine Fläche von 31.266 km² ein – und könnten so beispielsweise Belgien komplett bedecken.

6. Laut Bundesbank ist die 20-Euro-Banknote neben dem 50er die am häufigsten verbreitete Falschnote: Vier von fünf Blüten in Deutschland sind 20 Euro-Noten.

7. Im vergangenen Jahr hat die Verbreitung von Blüten zugenommen – allein 20.750 falsche Zwanziger wurden im ersten Halbjahr 2015 ausgemacht.

8. Deshalb erhalten die neuen Geldscheine zusätzliche Sicherheitsmerkmale, durch die sie fälschungssicherer sein sollen, als ihre Vorgänger. Am linken Rand des Scheins befindet sich nun ein silberner Hologramm-Streifen, der beim Kippen in Regenbogenfarben glitzert. Ein Teil des Streifens wird gegen das Licht gehalten durchsichtig und offenbart das Porträt der mythologischen Figur Europa. Der Kopf der Europa wird auch im Hauptmotiv sichtbar, wenn es gegen Licht gehalten wird. Auch die „Smaragdzahl“ ist neu – die Zahl 20 am linken Rand ändert ihre Farbe von grün nach blau, wenn der Schein gekippt wird. Die Ränder der neuen Geldnote sowie die große Wertzahl verfügen zudem über ein Relief, dass sich mit den Fingern ertasten lässt.

9. Der 20 Euro-Schein besteht – so wie die anderen Banknoten auch – nicht aus Papier, sondern reiner, stärkebefreiter Baumwolle.

10. Die Kosten allein für die Bekanntmachung des neuen 20 Euro-Scheins belaufen sich auf 5 Millionen Euro und werden von der Europäischen Zentralbank getragen.

Über Ebury
Ebury ist ein Londoner FinTech-Unternehmen, das speziell kleinen und mittelständischen Unternehmen maßgeschneiderte Lösungen für internationale Finanztransaktionen bietet