Wirtschaft -

Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz: Die wichtigsten Fördermaßnahmen

Steuererleichterungen, verbesserte Förderprogramme und neue Aktionen. Die Bundesregierung will beim Klimaschutz Milliarden investieren. Das kommt natürlich auch dem Handwerk zugute, entweder, weil den Betrieben Aufträge winken oder weil sie selbst die Förderung nutzen können.

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Steuerförderung. Ab 2015 sollen besonders energiesparende Gebäudesanierungen in Höhe von einer Milliarde Euro pro Jahr steuerlich gefördert werden. Das generiert aufgrund der Hebelwirkung Investitionen von bis zu zwölf Milliarden Euro im Jahr. Private Immobilienbesitzer könnten zehn bis 25 Prozent ihrer Sanierungskosten von der Steuerschuld abziehen: für Wärmedämmung, neue Heizungen oder Fenster. Der Steuerbonus kann aber nicht auf einmal eingelöst, sondern nur über zehn Jahre beim Finanzamt geltend gemacht werden.

CO2-Gebäudesanierungsprogramm. Durch einen neuen Online-Antrags- und Zusageprozess wird es einfacher, einen KfW-Förderkredit zu beantragen. Bisher stellt der Bund für das Programm 1,8 Milliarden Euro bereit, ab 2015 sollen weitere 200 Millionen Euro hinzukommen. Die Förderung erfolgt über Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen, teilweise in Verbindung mit Tilgungszuschüssen. Ab Mitte 2015 soll ein Förderprogramm zur Steigerung der Energieeffizienz für Gewerbegebäude dazukommen.

Energieberatung Mittelstand. Unternehmen können sich von unabhängigen Energieexperten beraten lassen, wie viel Energie ihr Gebäude, ihre Betriebsabläufe sowie ihre Anlagen verbrauchen. Zugleich erhalten sie Vorschläge, wo und wie sie wirtschaftlich Energie einsparen können. Bis zu 80 Prozent der Beratungskosten werden im Rahmen des Programms bezuschusst.

Elektrofahrzeuge. Geplant ist die Einführung einer steuerlichen Sonderabschreibung für gewerblich angeschaffte Elektrofahrzeuge. Sie soll 50 Prozent der Anschaffungskosten für das Fahrzeug im ersten Investitionsjahr betragen.

Contracting. Bürgschaftsbanken sollen durch Ausfallbürgschaften Energie­sparcontracting-Angebote von Handwerksbetrieben gegenüber den Kreditgebern absichern. Das macht Contracting, also die Wärmelieferung, für kleinere Betriebe attraktiv, weil sie das finanzielle Risiko mindert.

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