Betriebswirte des Handwerks -

Markttrends: Handwerk als Stütze der Gesellschaft

Was wäre Deutschland ohne das Handwerk? Es gäbe eine Million weniger Betriebe, 500 Milliarden Euro weniger Umsatz und über eine Million weniger Beschäftigte. Eine Bestandsaufnahme.

Wie alle Wirtschaftsbereiche bleibt auch das Handwerk von Veränderungen nicht verschont. Da sind die konjunkturellen und technischen Herausforderungen ebenso zu meistern wie die gesetzlichen Veränderungen. Dazu zählt nicht zuletzt die Novelle der Handwerksordnung von 2004, mit der für einige Handwerksberufe die Meisterpflicht entfiel. Die Folge: Zahlreiche, leider nicht nachhaltige Unternehmensgründungen, Zunahme der Solo-Unternehmer und Rückgang der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl.

Auch die demografische Entwicklung lässt die Beschäftigtenzahl im Handwerk sinken und gleichzeitig die Nachwuchs- und damit Fachkräfteprobleme steigen. Weniger Schulabgänger und mehr Studierende bedeuten auch weniger Jugendliche mit einer beruflichen Ausbildung. Die Handwerksbranchen und die Regionen sind unterschiedlich betroffen – dennoch gilt: lec-kere Brot-, Wurst- und Fleischwaren möchten die Verbraucher gerne kaufen, doch für die Herstellung können immer weniger Fachkräfte gewonnen werden. Die Folgen sind Lehrlings- und Fachkräftemangel und damit auch – zeitlich versetzt – Mangel an Unternehmernachwuchs. Im Handwerk stehen in den nächsten Jahren über 200 000 Betriebe zur altersbedingten Übergabe an – und die Interessenten sind rar.

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