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Gewerbebau Langfristig planen und den richtigen Partner finden

Wer als Handwerksbetrieb ein neues Firmengebäude braucht, muss das Vorhaben langfristig planen und die richtigen Partner für die Umsetzung finden. So kommen Sie zu Ihrem neuen Gewerbebau. Dazu: Eine Übersicht mit Spezialisten für Gewerbebau.

Die Geschäfte laufen gut, die Mitarbeiterzahl steigt. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem die Büros aus allen Nähten platzen oder die Werkhalle dringend vergrößert werden muss. Ein Neubau oder zumindest ein Anbau muss schleunigst her. Wer als Handwerksbetrieb ein neues Firmengebäude braucht, muss das Vorhaben aber langfristig planen und die richtigen Partner für die Umsetzung finden. So kommen Sie zu Ihrem neuen Gewerbebau.

Auch wenn es noch so sehr drängt, Baumaßnahmen sollten wohl überlegt und gut geplant werden, denn sie bergen viele Risiken. Wenn der Bauunternehmer oder Beteiligte bei der Ausführung pfuschen, kann dies schnell eine erhebliche finanzielle Belastung bedeuten. Im schlimmsten Fall steht am Ende eines gescheiterten Bauvorhabens nicht nur ein nicht nutzbares Gebäude, sondern auch der finanzielle Ruin.

Nicht nur die finanzielle Belastung ist während einer Baumaßnahme groß, sondern diese kann auch mit erheblichem Stress verbunden sein – immerhin darf das Tagesgeschäft des Betriebs auf keinen Fall darunter leiden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte bei der Auswahl des Bauunternehmens mehrere Ratschläge berücksichtigen, um folgenschwere Fehlentscheidungen zu vermeiden.

Was soll der Neubau leisten und kosten?

Zunächst gilt es sich im Vorfeld ganz genau zu überlegen, was das neue Gebäude, egal ob es ein neuer Bürotrakt oder eine Halle ist, leisten soll. Davon ist dann im Wesentlichen die Bauweise abhängig. Firmen, die bei Hallen zum Beispiel besonderen Wert auf Stabilität legen, zahlen grundsätzlich mehr. Eine Stahlhalle in Massivbauweise ist besonders robust und hält über Jahrzehnte der Witterung stand. Eine Fertigbauhalle ist in der Regel viel günstiger. Besonders preiswert sind Leichtbauhallen wie zum Beispiel die Zelthallen. Sie benötigen normalerweise nicht einmal ein Fundament und sind deshalb besonders preiswert. Weitere Faktoren, die die Hallenbau Kosten beeinflussen, liegen in der Größe, der Isolierung, der Ausstattung und dem Design des gewünschten Gebäudes. Auch die Baustoffpreise sind ein wichtiger Kostenfaktor. Sie variieren, vor allem Metalle unterliegen starken Preisschwankungen. Außerdem orientieren sich die Preise an den örtlichen Gegebenheiten auf dem Baugrundstück. Im Internet finden sich diverse Online-Rechner, die einen groben Überblick über die Baukosten verschaffen können.

Energieeffizienz betrachten

In ihre Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sollten sie auch Aspekte der Energieeffizienz aufnehmen. Energie sparen ist nicht nur ein Gebot des geforderten Klima- und Umweltschutzes. Energieeffizienz ist vor dem Hintergrund der Preisentwicklung am Energiemarkt und einer möglichen CO2-Abgabe eine maßgebliche Größe für die langfristige Wirtschaftlichkeit eines Gebäudes. Energie sparen fängt beim Bauen an, nicht beim Heizen. Entsprechend sollten Wärmeverluste so weit wie möglich minimiert und passive Wärmegewinne optimal genutzt werden, um den verbleibenden geringen Heizbedarf mit möglichst wenig Heiztechnik decken zu können. Hier gibt es zahlreiche Ansätze wie sich mit guter Dämmung, intelligenter Lüftungstechnik in Kombination von Eigenstromversorgung etwa durch eine betriebseigene Fotovoltaik-Anlage oder einem Blockheizkraftwerk (BHKW) Energiekosten drastisch minimieren lassen. Befragen Sie ihr Bauunternehmen gezielt, welche Konzepte zum energieeffizienten Bauen bereits realisiert wurden. Energieeffiziente und innovative Bauvorhaben werden zudem oft staatlich gefördert, beispielsweise durch Zinsvorteile und Tilgungszuschüssen bei Krediten über die KfW-Bank . Auch viele Kommunen und Städte bieten Förderprogramme an.

Geschäftsentwicklungen durchdenken

Bei den Vorplanungen sollten sie sich genau überlegen, wie sich ihr Geschäft in den kommenden Jahren entwickeln könnte. Macht es vielleicht Sinn, denn Bau bereits heute etwas größer zu planen? Auch wenn sie nicht gleich alle Räume oder jede Ecke der Halle benötigen, sieht die Situation vielleicht in fünf Jahren schon ganz anders aus. Denken sie über geschickte Lösungen nach, wie sie bei weiterem Wachstum den Bau unkompliziert aufstocken und erweitern können. Das gleiche gilt natürlich in die umgekehrte Richtung. Antizipieren sie, wie man gegebenenfalls Räume untervermieten oder neuen Nutzungen zuführen kann, wenn sich die Geschäftslage negativ verändert. Eine gute Anlaufstelle können Kollegen sein. Sehen sie sich andere Neubauten an, die ähnliche Erfordernisse haben wie ihr Betrieb. Informieren sie sich dort über gemachte Fehler oder positive Erfahrungen.

Mitarbeiter in Planungen einbeziehen

Bei Neu- oder Umbaumaßnahmen ist es sinnvoll, Mitarbeiter in die Planungen miteinzubeziehen. Was hat sich in der bisherigen Arbeitsroutine bewährt? Was kann sich durch einen Neu- oder Umbau verbessern? Gemeinsame Planung kann Spaß machen und Akzeptanzprobleme vermeiden. Denn: Wer vorab beteiligt wird, kann sich hinterher schlecht beschweren.

Bauunternehmer sorgfältig auswählen

Die Umsetzung steht und fällt mit einem professionellen Bauunternehmen. Auch hier gilt es sich ausführlich vorab zu informieren. Hat das von Ihnen präferierte Bauunternehmen bereits vergleichbare Bauten umgesetzt, die ihren Vorstellungen nahe kommen? Kennt das Unternehmen die speziellen Anforderungen in ihrem Geschäftsfeld? Geht das Unternehmen in Vorgesprächen auf ihre individuellen Bedürfnisse und Erfordernisse ein? Hat das Unternehmen bereits Erfahrungen mit den präferierten Baumaterialien?

Dokumentation des Bauverlaufs und Mängel

Auch wenn alle guten Ratschläge beherzigt werden – einen hundertprozentigen Schutz vor Problemen beim Bau gibt es nicht. Vor allem in den ersten Wochen und Monaten nach dem Einzug können sich Schäden an der Bausubstanz oder an den Fenstern zeigen. Stellen sie solche Mängel fest, reagieren Sie besonnen, aber bestimmt: Es besteht grundsätzlich eine Gewährleistungsfrist, in der man die Verantwortlichen zur Nachbesserung auffordern kann – der entdeckte Mangel muss dann zeitnah beseitigt werden. Dabei kommt es darauf an, den Verantwortlichen exakt zu identifizieren, um Irritationen und eventuelle Mehrkosten zu vermeiden.

Übersicht über Gewerbebau-Spezialisten

Im Folgenden hat handwerk magazin eine Übersicht mit Spezialisten aus dem Gewerbebau zusammengestellt, die für Handwerksunternehmen typische Gewerbebauten im Portfolio haben. Natürlich ist das nur eine Auswahl ohne Anspruch auf Vollständigkeit.


















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