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Künstlersozialkasse: Hohe Nachzahlungen vermeiden

Viele Handwerksunternehmer beauftragen kreative Agenturen für die Gestaltung ihrer Werbung. Dabei drohen oft hohe Nachzahlungen an die Künstlersozialkasse. Wie Sie korrekt abrechnen.

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Dass Handwerksbetriebe Sozialabgaben für ihre Mitarbeiter zahlen, gilt bei allen Chefs als selbstverständlich. Doch auch für Aufträge an selbstständige Kreative, wie etwa Webdesigner oder Fotografen, verlangt die Künstlersozialkasse oft eine Art Arbeitgeberbeitrag – obwohl diese nie auf ihrer Lohnliste standen. Genau 4,1 Prozent ist der aktuelle Beitragssatz, den die fast 160 000 Verwerter, wie sie die Künstlersozialkasse nennt, abführen müssen (siehe „Zur Kasse bitte!“, Seite 71).

Ruth Baumann von der Baumann Straßenbaugesellschaft in Freiburg hat dafür sofort ein kräftiges Wort parat: „Diese Regelung ist Schwachsinn, sie passt nicht ins marktwirtschaftliche System und traktiert mittelständische Betriebe mit einer Sozialabgabe, mit der viele nicht rechnen“.

Risiko Homepage

Konkret geht es bei dem Betrieb für Tief- und Straßenbau mit 24 Mitarbeitern um die Homepage. „Sie ist für uns zwar nur die Visitenkarte im Internet“, so Baumann. Doch seitdem sich die Meldungen über Nachzahlungen an die Künstlersozialkasse häufen, ist sie alarmiert.

Wie Ruth Baumann sind viele Handwerksunternehmer verunsichert. Nur wer sich vor den Aufträgen gut informiert, kann die Abgabe vermeiden oder von vornherein einkalkulieren (siehe „Abgabe vermeiden!“, oben).

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