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Branchencheck Tischler und Schreiner Konsumfreude sorgt für Wachstum

Das Tischler- und Schreinerhandwerk kann hervorragende Kennzahlen vorweisen. Das geht aus dem neuesten Betriebsvergleich des Bundesverbandes hervor. Schon seit einigen Jahren verzeichnet das Tischler- und Schreinerhandwerk eine stabil hohe Auftragslage, auch 2016 war für die gesamte Branche ein gutes Jahr. Das zeigt der Branchencheck von handwerk magazin.

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Schon seit einigen Jahren verzeichnet das Tischler- und Schreinerhandwerk eine stabil hohe Auftragslage, auch 2016 war für die gesamte Branche ein gutes Jahr. Das zeigt der Branchencheck von handwerk magazin für das Tischler- und Schreinerhandwerk. Die positive wirtschaftliche Situation zeigt sich in den Ergebnissen des aktuellen Bundesbetriebsvergleichs.


Auch für 2017 rechnet der Bundesverband der Tischler/Schreiner mit steigenden Umsätzen. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt, das niedrige Zinsniveau wirkt sich bei Privat- und Gewerbekunden positiv aus. Der Rückgang bei den Betriebszahlen ist zwar seit Jahren feststellbar, allerdings liegt er auf niedrigem Niveau. Insgesamt ist die Branche stabil, größere Veränderungen wird es auch 2017 nicht geben. Die Betriebsstruktur im zulassungspflichtigen Tischler-/Schreinerhandwerk ist stark kleinbetrieblich organisiert. So beschäftigen 64 Prozent der Betriebe weniger als fünf Mitarbeiter. Kleine Betriebe sind meist inhabergeführt.

Alle zwei Jahre untersucht der „Bundesverband Tischler Schreiner Deutschland“ detailliert die wirtschaftlichen Kennzahlen der Branche und veröffentlicht die Ergebnisse im Bundesbetriebsvergleich. Damit haben die Unternehmen die Möglichkeit, ihre eigenen Kennzahlen mit den ermittelten Durchschnittswerten zu vergleichen, und können so ihre betriebswirtschaftliche Situation besser bewerten.

Ein paar Kennzahlen aus dem Betriebsvergleich: Die Gesamtkapitalrentabilität ist bei allen vier Betriebsgrößenklassen deutlich positiv und mit einem Gesamtdurchschnittswert von 6,3 Prozent unter Berücksichtigung des aktuellen Zinsniveaus „durchaus akzeptabel“, so der Bundesverband in seiner Analyse. Auch der betriebliche Eigenkapitalanteil könne in Anbetracht des kapitalintensiven Gewerks als sehr zufriedenstellend bezeichnet werden. Er liegt im Gesamtdurchschnitt bei 39,5 Prozent. Selbst die Wertschöpfung je Beschäftigtem behielt ihr hohes Niveau und betrug im Gesamtdurchschnitt knapp unter 65.000 Euro.

Wachstumsmarkt Fenstertausch

Tischler fertigen Möbel und Inneneinrichtungen, sie sind aber als Bautischler auch Spezialisten für den Einbau von Fenstern und Türen. Deshalb ist für die konjunkturelle Entwicklung der Branche neben der Höhe der Bauinvestitionen auch der private Konsum wichtig. Das ifo-Institut geht von einer realen Zunahme der Bauinvestitionen von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Und auch beim privaten Konsum sind die Ausgaben gestiegen. Vor allem der Austausch von Fenstern und Türen bei älteren Gebäuden ist ein interessanter Markt. Jedes Jahr werden in weiteren 1,6 Prozent der Gebäude die Fenster saniert oder ausgetauscht. (Quelle: BVR, ifo-Institut)

Branchentrends Tischler-/Schreinerhandwerk

  • Hochwertige Einrichtung
    Aus der Auftragslage lässt sich ableiten, dass hochwertige Tischlerprodukte vor allem bei Privatkunden weiterhin absolut im Trend liegen.
  • Energetische Sanierung
    Unterstützt durch diverse Förderungen, bleibt der Austausch von alten Fenstern und Türen in den nächsten Jahren ein wichtiger Markt.
  • Digitalisierung
    Der Einsatz von 3D-Scannern und CNC-Maschinen gibt den Unternehmen neue Gestaltungs- und Fertigungs­möglichkeiten.
  • Gesundes Wohnen
    Kunden legen Wert auf kompetente Beratung bei der Auswahl von Materialien und Fertigungsverfahren bei Möbeln und dem Innenausbau.

Konsum­ausgaben je Haushalt


Bei den Konsumausgaben der Deutschen liegt Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung an erster Stelle. Eine gute Nachricht für Tischlerbetriebe, die natürlich auch von der Innenausstattung (Rang sechs) profitieren können. Die Zahlen gelten pro Monat und beziehen sich auf das Jahr 2015.

Konusmausgaben Euro
Private Konsumausgaben insgesamt 2.391
Wohnen, Energie, und ­Wohnungsinstandhaltung* 859
Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren 332
Verkehr 314
Freizeit, Unterhaltung, Kultur 252
Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen 135
Innenausstattungen, Haushaltsgeräte und -gegenstände* 127
Bekleidung und Schuhe 105
Gesundheit 100
Andere Waren und Dienstleistungen 89
Post und Telekommunikation 61
Bildungswesen 16

* Bereiche für Tischler-/Schreinerhandwerk

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