Wirtschaft -

Hochbau und Ausbau weiter im Aufwind

Der Aufschwung im ostdeutschen Baugewerbe hält nach der neuesten Konjunkturumfrage des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) vom August 2010 unvermindert an. Die rund 300 befragten Unternehmen schätzen ihre Geschäftslage und die Aussichten für das nächste halbe Jahr äußerst positiv ein.

Auch unter Ausschluss der Saisoneinflüsse erweist sich die Aufwärtsbewegung als kräftig. Die konjunkturelle Erholung am Bau, die Anfang dieses Jahres durch den übermäßig starken Wintereinbruch zunächst unterbrochen wurde, gewinnt weiter an Fahrt. Neben den durch die Konjunkturpakete ausgelösten Baumaßnahmen kommen Anregungen aus dem Wohnungsbau. Hier spielen neben konjunkturellen Einflussgrößen – wie niedrige Hypothekenzinsen, abnehmende Arbeitsmarktrisiken, Flucht in Immobilien zur Absicherung von Inflationsgefahren – wohl auch die Bauaufträge zur Beseitigung der Flutschäden in Sachsen und Brandenburg eine Rolle.

Von diesen Auftriebskräften profitieren vor allem der Hochbau und der Ausbau. In beiden Sparten werden sowohl die Lage als auch die Aussichten nochmals günstiger bewertet. Die derzeitigen Baugeschäfte dürften noch stark durch die Sanierungsmaßnahmen aus dem Konjunkturpaket II geprägt sein, aber auch die privaten Haushalte und die Wohnungsunternehmen setzen Modernisierungsmaßnahmen fort. Die Bauunternehmen aus Brandenburg und Sachsen sind besonders hinsichtlich der zukünftigen Baugeschäfte optimistisch, wohl auch angesichts notwendiger Baumaßnahmen zur Beseitigung der Flutschäden.

Zugleich deutet die Statistik darauf hin, dass auch der Neubau von Eigenheimen und Eigentumswohnungen zulegt, getragen durch mehr Projekte sowohl von den privaten Haushalten als auch von den Wohnungsunternehmen.

Quelle: IWH/rh

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