Guter Versuch

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Thomas Puppe: Bäcker, testet den neuen Volkswagen Caddy. Puppe bescheinigt dem VW hohen praktischen Nutzen kaufen will er ihn trotzdem nicht.

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    Viel Stauraum: Bei umgeklappter Rücksitzbank taugt der Familien-Caddy auch als Brötchen-Lieferant im Großformat.
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    Bloß kein Lieferwagen-Weiß: Wir fuhren den Caddy in der Kombi-Version mit Heckfenstern und Rücksitzbank in der Modefarbe „Toffeebraun Metallic“.
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Guter Versuch

Fünf gestapelte Türme aus Brötchenkisten passen in den Caddy, jeder sieben Kisten hoch, pro Kiste mit 30 Brötchen beladen. Macht 1050 Brötchen im Kofferraum bei umgeklappter Rückbank – ziemlich gut für einen Pkw. Dennoch muss sich der Caddy dem Auto des Chefs geschlagen geben, in seinen privaten Familienwagen Renault Kangoo packt Puppe bei Bedarf 1500 Brötchen. Zwar liefern im Normalfall Puppes Mitarbeiter die Ware mit reinrassigen Lieferwagen à la Renault Master aus. Aber hin und wieder bringt der Chef auch eine eilige Ladung mit seinem eigenen Auto zum Kunden, zum Beispiel wenn die Kantine des Landtags, für die er das Catering macht, dringend Nachschub an frischen Brötchen braucht. Neben dem Firmenkundengeschäft verkauft Puppe Brot und Co. in zwölf Filialen. Trotzdem legt der Chef Wert darauf, dass seine Backwaren echtes Handwerk sind. Ein Brotteig muss vor allem lecker sein, und nicht möglichst fest, damit er per Maschine verarbeitet werden kann. Deshalb lässt Puppe von Hand backen.

Sie stehen vermutlich nicht mehr selbst am Backofen, Herr Puppe, müssen Sie morgens trotzdem früh raus?

Ich stehe um fünf Uhr auf und fahre gegen sechs Uhr zur Arbeit. Das hört sich früh an, aber für einen Bäcker ist das harmlos. Trotzdem brauche ich auf dem Weg zur Arbeit meinen Kaffee. Deshalb ganz wichtig: Der Caddy hat einen Becherhalter.

Der Wagen kommt in modischem Braun-Metallic daher: Ist Ihnen so etwas wichtig?

Nein, ich bin in Bezug auf Autos emotionslos, sie müssen vor allem praktisch sein. Die erhöhte Sitzposition des Caddy gefällt mir, man kann leicht ein- und aussteigen und hat eine gute Übersicht. Dabei helfen auch die großen Rückspiegel.

Der Caddy hat Navigation und Start-Stopp-Automatik – Spielerei oder praktische Hilfe?

Letztere ist gewöhnungsbedürftig, aber sinnvoll. Navi ist gut, muss aber nicht fest eingebaut sein. Ich habe ein mobiles Gerät. Das kann ich auch mal einem meiner Transporterfahrer mitgeben.

Führt Ihr Weg beim nächsten Autokauf zum VW-Händler?

Eher nicht. Ich berücksichtige beim Autokauf auch, wie gut der Service ist, zum Beispiel bei Reparaturen. Und mit meinem derzeitigen Renault-Händler bin ich da sehr zufrieden.

André Schmidt-Carré

redaktion@handwerk-magazin.de