Wirtschaft -

Konsumklima 2014: Renovierungen sollen noch zulegen

"So viel wie noch nie haben die deutschen Verbraucher im letzten Jahr für beauftragte Renovierungen ausgegeben", erklärte Dr. Wolfgang Adlwarth auf der Pressekonferenz der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung zum Konsumklima 2014 am Mittwoch.

Insgesamt 26,4 Milliarden Euro wurden im letzten Jahr für beauftragte Renovierungen von den Verbrauchern aufgewendet. Das sind rund 5 Prozent mehr als in 2012. Insgesamt beliefen sich die Ausgaben der Verbraucher für Renovierungen in 2013 auf 35,6 Milliarden Euro.

Für selbst durchgeführte Renovierungen wurden davon rund 9,2 Milliarden Euro ausgegeben. Dieser Wert bezieht sich überwiegend auf Ausgaben für Material und angeschafftes Werkzeug. Der GfK-Marktforscher Dr. Wolfgang Adlwarth betonte: „Damit fließen 74 Prozent der Ausgaben der privaten Bauherren für Renovierungen ins Handwerk.“ Das Handwerk profitiere von diesem Boom im Augenblick am meisten, so der Experte.

Private Renovierungen wachsen weiter

Insgesamt stiegen die Renovierungs-Ausgaben sowie der Anteil der beauftragten Renovierungen das dritte Jahr in Folge. Für das laufende Jahr gehen die Nürnberger Marktforscher davon aus, das diese Tendenz sich weiter fortsetzen wird. Zumal die Sparneigung ein neues historisches Tief erreicht und viele Bundesbürger ihr Geld in "Steinen" anlegen würden.

Verbraucher-Ausgaben für Immobilien legen am stärksten zu

Vergleicht man die Verbraucherausgaben in 2013 mit dem Vorjahr, so legten die Ausgaben für Wohnungsfertigstellungen mit einem Zuwachs von 16 Prozent am stärksten zu. Position 2 erreichten „Ausgaben für Renovierungen“, die um 5 Prozent wuchsen, was einem Wert von 1,7 Milliarden Euro entspricht. Platz drei nahmen die Ausgaben für Urlaubs- und Privatreisen ein, die um 5,9 Milliarden (8 Prozent) zulegten.

Konsumklima 2014

Lebensmittelhandel steigert Umsätze bei rückläufigen Mengen

Im deutschen Handel zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen. Der Lebensmittelhandel und die Drogeriemärkte steigerten im Jahr 2013 ihre Umsätze um 2,7 Prozent. Hauptfaktoren sind die gestiegenen Preise. Die Verbraucher sind bereit, mehr Geld für Qualität und Service auszugeben. Die verkaufte Menge hingegen geht mit einem Minus von 0,5 Prozent nach wie vor zurück.

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