Für Deutschland am Start

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Leipzig ist im Weltmeisterschafts-Fieber. Grund dafür sind die immer näher rückenden WorldSkills – die Weltmeisterschaft der Berufe. Für Deutschland gehen in der Zeit vom 2. Juli bis zum 7. Juli 43 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus dem Handwerk an den Start. Schon jetzt ist die Spannung groß.

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    © Maik Reuß
    Training zu Hause für die Worldskills: Schreinermeister Christian Kemmerer mit einem gotischen Spitzbogenfenster.
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    © Sto-Stiftung/Christoph Große
    Ein Bär für Berlin: Andreas Schenk bei einem öffentlichen Training für die WorldSkills im vergangenen Jahr. Der Bär steht heute im Bundesverkehrsministerium.

Nach 40 Jahren finden die World-Skills, die Weltmeisterschaft der nichtakademischen Berufe, wieder in Deutschland statt. Vom 2. bis 7. Juli messen Teilnehmer aus 65 Ländern und nicht älter als 22 Jahre ihre Fertigkeiten (eng. skills). „2009 in Calgary haben wir uns für die Austragung der WorldSkills beworben. Unser Mitbewerber war damals Frankreich. Wir haben mit einer Stimme Mehrheit den Zuschlag bekommen“, erzählt Elfi Klumpp, geschäftsführendes Vorstandsmitglied World-Skills Germany und Präsidiumsmitglied WorldSkills International.

Deutschland startet mit der größten Mannschaft aller Zeiten. Fast die Hälfte der 43 Teilnehmer kommt aus dem Handwerk. „Es macht mich stolz, den Beruf Stuckateur für Deutschland vertreten zu dürfen. Das bedeutet mir sehr viel“, sagt Andreas Schenk aus Ehingen-Altbierlingen. Der 21-jährige, frischgebackene Stuckateurmeister hat sich viel vorgenommen: „Mein Ziel ist, eine Medaille mit nach Hause zu nehmen – am besten die Goldmedaille.“

Hochmotiviertes Training

46 Weltmeister werden in Leipzig gekürt. Für die Bauschreiner tritt Christian Kemmerer an, und auch er will vorn mit dabei sein, „so unter den ers­ten fünf oder sechs. Wir sind natürlich alle mit Ehrgeiz dabei und jeder will aufs Treppchen kommen.“ Dafür trainieren die jungen Meister seit Monaten hart. Andreas Schenk wird im Mai und Juni noch jeweils zwei Wochen im Ausbildungszentrum in Leonberg verbringen. Auch Christian Kemmerer befindet sich in der heißen Vorbereitung.

„Ab jetzt trainiere ich alle zwei Wochen eine Woche bei meinem Trainer Richard Schauer in Rosenheim und noch zusätzlich hier zu Hause“, sagt der 21-Jährige aus Seligenstadt. Neben vielen Goldmedaillen hofft Elfi Klumpp auch auf weltweite Aufmerksamkeit für die berufliche Bildung: „Wir wollen die duale Ausbildung in Deutschland gut präsentieren. Wir wollen zeigen, dass sich Fachkräfte aus Deutschland mit den besten der Welt messen können.“