Französische Lebensart

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Inge Thommes-Burbach: Käserei-Chefin aus Gillenfeld in der Vulkaneifel, testet den Peugeot 508. Ihr Fazit: Franzosen machen nicht nur guten Käse.

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    Neugierige Autobetrachter: Die Ziegen von Käserei-Chefin Inge Thommes-Burbach lassen sich vom Peugeot-Löwen nicht abschrecken.
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    Französische Oberklasse: 4,79 Meter Länge des neuen Peugeot 508 sind gut für ein üppiges Platzangebot und schicke Optik.
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Französische Lebensart

Inge Thommes-Burbachs Vorliebe für die französische Lebensart zeigt sich schon auf dem Parkplatz des Vulkanhofs. Dort parkt ihr Firmen-Peugeot, Modell nutzwertiger Kastenwagen. In dessen Vorgänger kutschierte die Chefin in den Anfangszeiten ihrer Käserei die Ware durch die Republik, frisch gehalten von einer Bierkühlanlage, die genau in den Kofferraum des „Partner“ pass-
te. Mittlerweile schickt Thommes-Burbach einen Großteil ihrer Produktion per Post. Kunden des formidablen Rohmilchkäses sind Gastronomie und Feinkostläden in der Region, in Berlin und auf Sylt. Den Rohstoff liefern täglich 240 Ziegen. Die kommen kaum nach, da immer mehr Deutsche herzhaften Ziegenkäse schätzen. Die neueste Kreation: Ziegenkäse-Pralinen; entwickelt mit einem belgischen Schokoladenspezialisten. Der Test-Peugeot startet also mit großem Sympathie-Bonus – den er aber gleich zu Beginn strapaziert, als die Testfahrerin den Wagen rückwärts aus einer abschüssigen Einfahrt manövrieren will. Die elektrische Feststellbremse gibt dabei Rätsel auf.

Besonders eingängig ist die Bedienung nicht, oder?

Das ist schon gewöhnungsbedürftig. Kupplung plus Bremspedal beim Starten treten, dann wieder das Bremspedal zum Lösen der Handbremse treten. Und man weiß nie, in welche Richtung man die Bremse feststellt oder löst. Mir wäre eine Handbremse nach altem Muster deutlich lieber.

Sie fahren schon seit vielen Jahren Peugeot – wie kommt’s?

Die Franzosen bauen komfortable Autos, das gefällt mir. Außerdem haben die Peugeot-Modelle genügend Kopf- und Beinfreiheit und meist hoch- gezogene Windschutzscheiben, sodass auch groß gewachsene Fahrer eine gute Sicht haben.

Sie fahren gewöhnlich ein Gas-Auto. Der 508 ist ein Diesel. Was gefällt Ihnen besser?

Der Gasantrieb ist sehr wirtschaftlich, aber der Motor ist leider ziemlich schwach. Das ist gerade auf den Landstraßen in der Eifel beim Überholen wenig hilfreich. Der hier hat viel Kraft und macht richtig Spaß beim Fahren.

Klingt nach einem versöhnlichen Ende?

Ja. Der Wagen ist sehr schick. Und auf der Autobahn fährt er nicht nur flott, sondern auch angenehm leise – französischer Komfort eben.

André Schmidt-Carréredaktion@handwerk-magazin.de