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Arbeiten 4.0 Flexiblere Arbeitszeiten und ein Erwerbstätigkeitskonto

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles stellt Vorschläge für die Zukunft der Arbeit im digitalen Zeitalter vor. Das Weißbuch ist nach einem Dialogprozess mit Sozialpartnern, Verbänden, Unternehmen und der Wissenschaft entstanden und behandelt viele Aspekte.

Auf 234 Seiten haben die Beteiligten in dem Weißbuch zusammengefasst, wie die Zukunft der Arbeit aussehen könnte. Was davon tatsächlich umgesetzt wird und wann, darüber gibt es noch keine konkreten Aussagen. In jedem Fall dürften die Vorschläge auch Auswirkungen auf Handwerksbetriebe haben. Hier die wichtigsten Punkte:

Qualifikation:

Der Wandel der Berufe macht es notwendig, mehr in die Qualifikation zu investieren. Deshalb soll die Arbeitslosenversicherung schrittweise in eine Arbeitsversicherung umgebaut werden. Auch soll ein Erwerbstätigkeitskonto sowohl Qualifizierung als auch Flexibilität fördern. Jeder Beschäftigte bekäme ein Startguthaben, mit dem Weiterbildungsphasen oder familiär bedingte Auszeiten finanziert werden könnten.

Flexibilisierung:

Ein Wahlarbeitszeitgesetz soll Beschäftigten mehr Möglichkeiten bei der Wahl von Arbeitszeit und -ort bieten. Dabei soll aber die durchschnittliche wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden nicht überschritten werden dürfen. Auch müssen bestimmte Ruheregelungen eingehalten werden. Außerdem wird im Weißbuch vorgeschlagen, den Wechsel zwischen Teil- und Vollzeit zu erleichtern. Wer eine volle Stelle hatte und dann für eine gewisse Zeit seine Arbeitszeit reduziert, soll ein Rückkehrrecht auf die volle Stelle bekommen.

Selbstständige:

Sie sollen in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden. Die Koalitionspartner konnten sich in ihren Verhandlungen über eine Rentenreform aber nicht darauf einigen.

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