Assistenzsysteme: So finden Sie Projekte

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Altersgerechte Assistenzsys (AAL)

Handwerker können wichtige Vermittler zwischen Forschung und Anwender sein. 7 Tipps für Ihren Einstieg in den Markt der Altersgerechten Assistenzsysteme (AAL) von Expertin Angelika Frederking.

„Entwicklung und Forschung profitieren davon, das Handwerk frühzeitig einzubinden.“ Angelika Frederking, Beraterin bei der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH in Berlin, Projektträger des BMBF. – © VDI/VDE Innovation+Technik GmbH

1. Wie finde ich Forschungsprojekte?
Auf der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (www.bmbf.de/foerderungen) können Sie Bekanntmachungen mit Bezug zu Ihrer Kompetenz suchen. Spezielle Programme zur Mensch-Technik-Interaktion finden Sie unter www.mtidw.de

2. Wie finde ich wissenschaftliche Partner? Gehen Sie auf technologisch orientierte Hochschulen zu. Bieten Sie sich als Praxis- und Anwendungspartner mit Ihren speziellen Kompetenzen und Erfahrungen an. Häufig bestehen seitens Kammern und Innungen bereits Kontakte, die Sie nutzen können.

3. Kann ich dabei gefördert werden?
Kleine und mittelständische Unternehmen müssen in der Regel einen Eigenanteil ihrer Projektkosten selbst tragen (eine mögliche Förderquote liegt bei 40 – 50 Prozent der Kosten). Kreishandwerkerschaft oder Handwerkskammern können sich aber auch finanziell einbringen.

4. Was kommt an Arbeit auf mich zu?
Zu Beginn muss ein Arbeitsplan mit Arbeitspaketen und einem Kostenplan für jeden Partner erstellt werden. Zudem reicht jeder einmal im Jahr einen kurzen Bericht über erreichte oder vielleicht auch verzögerte Ergebnisse ein. Die Kosten, die über die Förderung abgedeckt werden, müssen am Ende des Projektes belegt werden.

5. Wie lange dauert ein Projekt für mich?
Forschungsprojekte haben zumeist eine Laufzeit von drei Jahren. Der Projektpartner verpflichtet sich, über diese Zeit aktiv seine Arbeitspakete zu erfüllen und zu dokumentieren.

6. Welche Vorteile hat mein Betrieb davon?
Über das Engagement in einem Forschungsprojekt werden wertvolle Kontakte zu Forschung und Entwicklung hergestellt. Auch Kooperationen mit Partnern aus Handwerk und Industrie können sich entwickeln. Zudem können Handwerker die Wünsche ihrer Kunden aktiv einbringen.

7. Hat mein Beitrag einen nachhaltigen Wert? Aus Projekten mit Praxispartnern wie den Handwerkskammern entstehen häufig auch zertifizierte Qualifikationsprogramme, die nachhaltig für Weiterbildungen in innovativen Technologien sowie zur Anwendung und Installation und Wartung von Produkten sorgen.