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Tipps für den perfekten Auftritt Erfolgreich Reden halten im Handwerk

Ob Firmenjubiläum, Verabschiedung eines Mitarbeiters oder Empfang der Kreishandwerkerschaft - im Handwerk gibt es zahlreiche Anlässe für Reden. Und die gilt es, optimal zu nutzen. Denn eine gute Rede vermittelt Kompetenz und Führungsstärke, sie schafft Vertrauen und motiviert.

Wer eine Rede halten muss, sollte daher als erstes „muss“ durch „darf“ ersetzen. Das verändert die Haltung gegenüber der Aufgabe: Sie wird von einer unangenehmen Pflicht zu einer spannenden Herausforderung. Und das teilt sich dem Publikum sofort mit. Wer will schon jemandem zuhören, der eigentlich gar nicht da sein will?

Welche Botschaft wollen Sie in Ihrer Rede übermitteln?

Keine Angst vor Lampenfieber: Nervosität gehört dazu – auch bei den Profis. Wer sich auf die Aufgabe freut – selbst wenn er sich dazu erst überreden muss – macht aus Nervosität Nervenkitzel. Und der spornt an. Hilfreich ist es darüber hinaus, sich gut vorzubereiten. Ein Sprichwort bringt es auf den Punkt: Wer gut reden will, muss erst gut nachdenken. Dann kommt man später beim Reden nicht von Hölzchen auf Stöckchen. Üb erlegen Sie daher, was Sie konkret mit Ihrer Rede erreichen möchten und welche Botschaften oder Sätze sich die Zuhörenden merken sollen.

Erzeugen Sie ein Kopfkino bei den Zuhörern Ihrer Rede

Haben Sie Mut zur Lücke, denn die Aufnahmefähigkeit von Zuhörenden ist begrenzt. Wählen Sie daher aus der Fülle möglicher Inhalte das aus, was sich zum gegebenen Anlass vermitteln lässt, und strukturieren Sie sie so, dass man Ihrer Argumentation leicht folgen kann.

Auch wer mit einem Stichwortzettel vorträgt oder frei spricht, sollte den Redetext vorab ausformulieren. So kommt man logischen Sprüngen oder unnötigen Längen auf die Spur. Wichtig dabei ist, fürs Hören zu schreiben. Das bedeutet, auf Fachbegriffe und lange Schachtelsätze zu verzichten. Erzeugen Sie lieber durch bildhafte Sprache und anschauliche Beispiele aus dem (Arbeits-)Alltag, bei den Zuhörenden ein „Kino im Kopf“.  Gut nachvollziehbar sind prägnant formulierte Sätze mit bis zu sieben Wörtern. Schließlich verfügt das Publikum nicht über eine „Wiederholen“-Taste, um sich kompliziert ausgedrückte Sachverhalte noch einmal anzuhören.

  • Reden Sie lieber sieben als zwanzig Minuten. Denn - wie es der Schriftsteller Kurt Tucholsky einmal flapsig formulierte: „Wat jestrichen is, kann nich durchfalln.“
  • Sprechen Sie nicht zu schnell. So verhaspeln Sie sich seltener.
  • Setzen Sie Pausen, denn sie steigern die Aufmerksamkeit.

Vor allem aber: Versuchen Sie nicht Sie nicht, jemanden zu imitieren, besonders fachkundig oder witzig zu wirken. Bleiben Sie, wer Sie sind, denn genau den will das Publikum hören.

Hier finden Sie weitere Tipps für die perfekte Rede vor Publikum

Weitere Hinweise für den gelungenen Rede-Auftritt finden Sie in der Arbeitshilfe „15 Tipps für die gute Rede“.

Und wenn alle Stricke reißen: Es gibt Profis, die Ihnen helfen können. Viele erstellen nicht nur das Manuskript, sondern coachen Sie auch für den Redeauftritt. Zu finden sind sie beispielsweise in der frei zugänglichen Datenbank des Verbandes der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) unter www.vrds.de/redenschreiber.php .

Unsere Expertin Anja Martin leistet seit über 20 Jahren Kommunikation für Verbände und Unternehmen. Sie ist freie Redenschreiberin und Sprecherin des Verbandes der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS).

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  • 15 Tipps für eine gute Rede (PDF, 82 kB)

    Ob Firmenjubiläum, Verabschiedung eines Mitarbeiters oder Empfang der Kreishandwerkerschaft - im Handwerk gibt es zahlreiche Anlässe für Reden. Und die gilt es, optimal zu nutzen. Eine gute Rede vermittelt mehr...

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