Dickes Blech sei Dank

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Markus Müller,der Kölner Maurermeister und Hobbymusiker, mag alles am neuen VW Passat Alltrack, außer die ewig piepsenden Fahrhilfen.

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    Standesgemäßer Auftritt: Müller im Arbeitsrock mit Hüpfer und Schüppe, Passat mit viel Zierrat und üppigem Kofferraum.
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    Wenn es mehr sein darf: Passat Allrad.
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Dickes Blech sei Dank

Sein Arbeitsmotto „Mauern ist Rock’n’Roll“ hat Markus Müller per Graffiti großflächig auf seinem Firmen-Transporter verewigt. In seiner Freizeit spielt der 47-Jährige in einer Rockband – am liebsten Flex und Motorsäge. Der gebürtige Schweizer ist nach seiner Ausbildung auf die Walz gegangen und lebt seitdem in Köln. Sein Arbeitsrock ist allerdings kein Karnevals-Kostüm, sondern tägliche Arbeitskleidung, „Hosen verschleißen mir einfach zu schnell“. Müller baut vor allem unkonventionelle Badezimmer und saniert Altbauten. Und er hält viel von solider Arbeit – die Rücklichter seines VW T5 sind mit Stahlstäben vergittert.. Der Bulli hat Kurbeln statt elektrischer Fensterheber, und der Schlüssel ist tatsächlich ein Schlüssel und keine Fernbedienung, schließlich soll er auch den Fall in den Mörtel-Eimer überleben. Der üppig verchromte Passat Alltrack mit radargesteuertem Spurhalte-Assistent und automatischem Abstandsregel-Tempomat passt auf den ersten Blick also gar nicht zu Müller. Doch der Maurer entpuppt sich als echter VW-Freund, Schnickschnack hin oder her.

handwerk magazin: Und wie läuft der Nobel-VW?

Markus Müller: Er piepst mir zu viel, das nervt. Und er hat zu viel Technik an Bord, zu viele Hebel und Knöpfe. Einzige Ausnahme: die Leuchten in den Außenspiegeln, die vor Fahrzeugen im toten Winkel auf der Nachbarspur warnen. So etwas könnte ich für meinen Bulli gut gebrauchen. Der hat seitlich hinten keine Fenster, die Sicht ist entsprechend schlecht.

Sollen wir lieber wieder aussteigen?

Nein, alles bestens. Volkswagen verbaut noch richtig dickes Blech, solide verarbeitet, nichts rappelt. Das gefällt mir. Mit einem VW kann man überall vorfahren, nicht zu teuer, nicht zu billig.

Braucht die Welt einen Allrad-Passat?

Ja, für den Winterurlaub etwa wäre er genau richtig. Zumal man mit ihm gut lange Strecken fahren kann. Die Sitze sind komfortabel, der Motor zieht ordentlich was weg, und er ist bei Tempo 150 auf der Autobahn trotzdem schön leise.

Mit weniger Kreuzchen auf der Ausstattungsliste taugt der Passat also?

Ja. Wir besitzen kein Familienauto, für den Urlaub leihen wir uns immer eines. Und schick ist er obendrein, auch ohne Graffiti. ◇

André Schmidt-Carré

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