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Konstruktionssoftware: CAD-Anwendungen in der Cloud

Teure Programme auf dem Firmen-PC zu installieren war gestern. Heute gibt es Konstruktionssoftware über das Internet. Die Cloud spart aufwendige Rechnerleistung und macht Betriebe flexibel.

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Beim Türenbauer Noblesse in Berg (Pfalz) existiert ein Zeichnen-Verbot. Das Unternehmen, das hochwertige Eingänge individuell im Kundenauftrag fertigt, verlässt sich seit kurzer Zeit lieber auf einen automatischen Produktkonfigurator auf Basis einer dreidimensionalen CAD-Software (Computer-Aided Design). Kein Mitarbeiter soll dort noch irgendeine Ansicht oder Komponente manuell zeichnen, um Fehler zu vermeiden. „Über 80 Prozent aller Angebote und Produktionsdaten generieren wir heute sozusagen per Knopfdruck“, bestätigt denn auch der Projektleiter des CAD-Vorhabens Patrick Kuhn. Ergebnis: Fehlerquellen werden seitdem konsequent eliminiert.

„Hightech hat im Handwerk längst Einzug gehalten“, konstatierte Hans Peter Wollseifer, frisch gekürter Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (siehe auch Interview Seite 26 in diesem Heft).

Deutlich weniger Zeitaufwand

Wie recht er damit hat, zeigt vor allem die boomende Verbreitung von Informationstechnologie, sowohl beim Kunden als auch beim Handwerker: Haus-Automation, Internet-Serviceportale oder eben Konstruktion und Design am Rechner, maximal akkurat und mit echtem Mehrwert. Bei Noblesse sank durch 3D-CAD der Zeitaufwand pro Auftrag für die Erstellung eines Angebotes und der Fertigungszeichnungen von 40 bis 70 Minuten auf fünf Minuten.

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