Betriebsberatung für Handwerker

Grenzen der Beratung

Weil die Beratung gefördert wird, sind auch Grenzen eingebaut. Für maximal vier Tage je Beratung werden Unternehmen unterstützt. Reicht die Beratung nicht aus, muss der Betrieb auf einen freiberuflichen Experten zurückgreifen. „Die Beratung durch die Kammern ist eine Initialberatung“, erklärt Rolf Papenfuß, Beratungsexperte beim ZDH. Die Kammerberater empfehlen eine weiterführende Beratung, sind aber zur Neutralität verpflichtet und vermitteln keine Experten. Die durchschnittliche freiberufliche Beratungsdauer beträgt ungefähr sechs Tage und ist damit rund zehnmal so hoch wie bei den Kammerberatungen.

Nicht nur Betriebswirtschaft

Die Berater des Handwerks sind ungefähr je zur Hälfte betriebswirtschaftliche und technische Fachexperten. Darunter gibt es diverse Spezialisten, zum Beispiel für Außenwirtschaft und Messewesen, Zulieferwesen, Innovationsberatung, I+K-Techniken, Formgebung und Denkmalpflege. Dazu kommen Aus- und Weiterbildungsberater sowie Experten für Rechts- und Steuerfragen.

Wie gut eine Beratung ist, zeigt sich am besten bei der Nachhaltigkeit. Deshalb fragte der ZDH bei Handwerksbetrieben nach der erfolgreichen Umsetzung der Beratungsergebnisse. 87 Prozent der beratenen Betriebe gaben an, die Beratungsempfehlungen entweder umgesetzt oder zumindest die Maßnahmen dazu eingeleitet zu haben. „Ein Top-Ergebnis“, freut sich Rolf Papenfuß. Damit die Zufriedenheit so bleibt, werden die Berater laufend geschult, es gibt seit 2010 einen bundeseinheitlichen Beratungsstandard. Einige Kammern haben sogar ein Qualitätsmanagement für ihre Beratung eingeführt.

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