Betriebsunterbrechungspolice: Das müssen Sie wissen

Die Betriebsunterbrechungspolice (BU) kennt verschiedene Spielarten. Was für kleine und mittlere Handwerksbetriebe wichtig ist.

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Leistung. Die Betriebsunterbrechungsversicherung ersetzt nach einem Brand den entgangenen Gewinn und übernimmt die laufenden Kosten wie für Gehälter. Außerdem kommt sie für Schadenminderungskosten wie Überstundenzuschläge und Mieten für Leihgeräte, Geschäfts- und Lagerräume auf.

Vertragsarten. Für Handwerksbetriebe bietet sich die Kleine oder Mittlere Betriebsunterbrechungsversicherung an.

Kleinbetriebsunterbrechungspolice. Sie ist im Handwerk am stärksten verbreitet und nur als Zusatzbaustein zur betrieblichen Inhaltsversicherung erhältlich.
Tipp: Elementarschadendeckung für Betriebsinventar und Betriebsunterbrechung vereinbaren, wenn Hochwasser-, Starkregen- oder Lawinengefahr besteht.

Mittlere Betriebsunterbrechung. Besteht unabhängig von der Sachversicherung als selbständiger Vertrag. Bietet sich an, wenn ein Betrieb mit relativ geringem Inventarwert hohe Umsätze macht. Dann reicht die Versicherungssumme in der Klein-BU unter Umständen nicht aus.

Versicherungssumme. Bei der Klein-BU errechnet sie sich aus dem Neuwert der Betriebseinrichtung und ist damit so hoch wie in der Sachversicherung.
Tipp: Ob das ausreichend ist, lässt sich so überprüfen: Umsatz abzüglich Wareneinsatz. Wenn die Differenz daraus deutlich höher ist als der Sachwert, ist die Klein-BU ungeeignet.

Prämie. Sie richtet sich nach dem Gewerk und der Schadenquote, nach der Lage des Betriebs, nach Vorschäden. Über den Daumen gepeilt muss man für den Zusatzbaustein Klein-BU im Schnitt mit 20 Prozent Aufschlag auf die Inhaltsprämie rechnen.