Chefgehalt als Betriebsausgabe: Was das Finanzamt einer GmbH erlauben muss

Mit der Höhe des Gehalts eines GmbH-Geschäftsführers im Handwerk steigt auch der Spareffekt bei der Körperschaft- und bei der Gewerbesteuer. Denn die GmbH kann das Gehalt und die Extras ihres Gesellschafter-Geschäftsführers als Betriebsausgabe steuerlich geltend machen.

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Was das Finanzamt erlauben muss

Betriebsausgaben absetzen. Das Gehalt des Geschäftsführers kann die GmbH als Betriebsausgabe absetzen. Dies verringert den Gewinn vor Steuern und so die Steuerlast insgesamt. Steuerprüfer nehmen die Geschäftsführer-Bezüge genau unter die Lupe. Teile des Gehalts, die über dem Durchschnitt der Branche liegen, werden als verdeckte Gewinnausschüttung gewertet. Die GmbH muss dann Nachzahlungen bei der Körperschaft- und Gewerbesteuer leisten.

Spielraum. Der Durchschnittswert, den die Steuerprüfer dabei als Maßstab heranziehen, ist jedoch nicht vorgegeben. Oft besteht noch Spielraum nach oben. Ansatzpunkte sind der Umfang der Tätigkeit und Verantwortung. Die besondere Werthaltigkeit der Arbeit eines Geschäftsführers für die GmbH ergibt sich aus einem erweiterten Umfang seines Aufgabenbereichs. Eine größere Führungsverantwortung rechtfertigt eine höhere Dotierung. Gleiches gilt bei größerer Erfahrung aufgrund einer langjährigen Tätigkeit im Handwerksunternehmen.