Arbeitnehmerfreizügigkeit Gründerzahlen gehen zurück

Nach Berechnungen des Bonner „Instituts für Mittelstandsforschung“ (IfM) gab es im vergangenen Jahr 401500 Existenzgründungen, das entspricht einem Rückgang von 3,9 Prozent. Maßgeblich dazu beigetragen hat laut IfM der Wegfall der beschränkten Arbeitnehmerfreizügigkeit für Bürger aus Osteuropa.

Arbeitnehmerfreizügigkeit

Gründerzahlen gehen zurück

Die bisherige Regelung hatte bei Polen, Tschechen, Ungarn, Slowaken, Slowenen, Esten, Letten und Litauern, die in Deutschland arbeiten wollten, zu Ausweichreaktionen, und dabei vor allem zur Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit, geführt. Gab es 2005 noch 35400 osteuropäische Gründer, waren es 2010 bereits 52500. Letztes Jahr sorgte dann die neue Arbeitnehmerfreizügigkeit für eine Trendwende: Während die Zahl der osteuropäischen Gründer um mehr als fünf Prozent zurückging, stieg die Gründungsaktivität bei den übrigen ausländischen Jungunternehmern um 14,3 Prozent. 2012 wird die Entwicklung laut IfM anhalten.