Die gute alte Glühbirne hat ausgedient. Für die Handwerkswerkstatt und das Büro gibt es Lösungen, die für gutes Licht sorgen und gleichzeitig bis zu 86 Prozent Energie sparen. Im Handwerk hat sich die moderne Leuchttechnik bisher jedoch noch nicht ganz durchgesetzt.

Wenn Betriebe Energie sparen wollen, sollten sie nicht nur ihre Heizung erneuern oder stromzehrende Maschinen austauschen. Allein mit der passenden Beleuchtung lässt sich viel erreichen. Zehn bis 20 Prozent der Stromkosten zahlen Unternehmer durchschnittlich für die Beleuchtung der Betriebsstätte. Wer eine große Ausstellungsfläche hat, bei dem geht oft mehr als zwei Drittel der verbrauchten Elektrizität für Lampen drauf. „Das Einsparpotenzial ist immens“, sagt Jörg Buschmann, Energieberater und Experte für Beleuchtung bei der Energieagentur NRW. „Wer bisher alte Lichtsysteme nutzt, wird überrascht sein, wie viel Geld er sparen kann.“
Moderne Leuchtstoffröhren und LED senken die Kosten durchschnittlich um 50 bis 60 Prozent. Manchmal sind auch 80 Prozent möglich. „Wem die Energiekosten über den Kopf wachsen, der sollte unbedingt als Erstes die Energieeffizienz der Beleuchtung prüfen“, sagt Buschmann. „Denn mit wenig Aufwand lässt sich schnell etwas bewirken.“
Für jeden Einsatzbereich
Der Markt bietet mittlerweile eine große Auswahl energieeffizienter Leuchten für jeden Einsatzbereich. In Betrieben, in denen große, helle Flächen benötigt werden, sind am häufigsten Leuchtstoffröhren im Einsatz. Moderne T5-Leuchtröhren sind nur noch 16 Millimeter breit anstatt 26 oder 36 und benötigen deutlich weniger Energie als ihre Vorgängermodelle.
Wer nicht gleich eine neue Beleuchtungsanlage installieren will, kann auch mit den herkömmlichen T8-Röhren sparen, indem er elektronische Vorschaltgeräte (EVG) einbaut. „EVGs reduzieren den Stromverbrauch um bis zu 15 Watt“, sagt Buschmann.
Alternativ dazu gibt es auch T5-Adapter, die statt der alten Leuchtstoffröhre eingebaut werden und ein neues EVG beinhalten. 30 bis 35 Euro kosten solche Adapter. Die modernste Art der Leuchttechnik ist LED-Licht. „Leuchtdioden sind der Königsweg“, sagt Detlef Müller, Inhaber der Firma Speziallicht aus dem nordrhein-westfälischen Schwelm. Wer in LED-Licht investiere, spare vor allem langfristig. Denn die Hersteller versprechen eine Lebensdauer von durchschnittlich 50000 Stunden, mindestens dreimal länger als Leuchtstofflampen. „Außerdem hat LED die beste Energiebilanz.“ Das Problem: LED-Lampen sind teuer. Bis zu 90 Euro kostet ein einzelnes Leuchtmittel. Im Handwerk hat sich die moderne Leuchttechnik bisher noch nicht ganz durchgesetzt. „Dabei rechnet sich häufig bereits der Wechsel jeder Leuchtquelle“, sagt Müller.
