Wirtschaft -

Die Energiewende wird erneuert

„Rund 80 Prozent der Anlagen sind mangelhaft realisiert“, urteilt Wippich. Vor allem solche aus den Boomjahren 2010 und 2011. „Das ist ein Markt mit einer Größe von 30 bis 100 Millionen Euro, der besonders für Dachdecker, Elektro- und SHK-Betriebe relevant ist“, schätzt Wippich.

Dieses Marktpotenzial will Envaris ausschöpfen. Dafür arbeitet der Dienstleister bereits mit rund 180 Handwerksbetrieben in ganz Deutschland zusammen. Weitere werden gesucht. Auch für das neu entstehende Auslandsgeschäft suchen immer mehr Firmen Partner aus dem Handwerk.

Die Firma Elektro Werner aus dem sächsischen Zeithain bei Meißen ist eine davon. Gerade kommt Inhaber Roy Werner aus der russischen Republik Dagestan: „Dort haben wir die erste Freiflächenanlage in Russland gebaut.“ Der Solar-Experte bekommt im Schnitt 50 Aufträge von Envaris im Jahr, davon etliche im Ausland. Das macht rund fünf Prozent seines Umsatzes aus.

Um geeignete Betriebe zu finden, hat Envaris einen Fragebogen erstellt, der die Fähigkeiten des entsprechenden Elektrobetriebs abfragt. Darin wird etwa ermittelt, ob Ausrüstung wie Kennlinienmessgerät oder Elektrolumineszenz-Kamera vorliegen. Eine andere Frage lautet: „Können Sie IP-Adressen pingen?“ (den kompletten Fragebogen können Sie auf unserer Webseite abrufen).

Kommt die Zusammenarbeit zustande, wirkt sie in zwei Richtungen: Handwerker vor Ort übernehmen die Arbeiten für die Kundenprojekte der Envaris. Andererseits holen Handwerker die Envaris mit ins Boot, wenn deren Kunden eine kompetente Planung benötigen oder einen Marktüberblick der relevanten Modul-Hersteller.

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