Wirtschaft -

Die Energiewende wird erneuert

Davon profitiert das Handwerk wie kaum eine andere Branche. Auch wenn der Zubau an neuen Anlagen voraussichtlich weit weniger stark gefördert werden wird und die großen Wachstumsraten deshalb der Vergangenheit angehören, bleibt das Handwerk der „offizielle Ausrüster der Energiewende“ – wie das der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) anschaulich beschreibt.

Fotovoltaik

Die Hannoveraner Corona Solar versteht sich seit 1993 als Spezialist für ökologische Haustechnik. Mit 22 Mitarbeitern plant und realisiert der Handwerksbetrieb Solaranlagen, Pelletheizungen, Brennwerttechnik und Blockheizkraftwerke. „Rund zehn Prozent unseres Umsatzes entfällt auf Repowering“, stellt Geschäftsführer Ulf Hansen-Röbbel fest. Und das werde noch steigen.

Der Bundesverband Solarwirtschaft schätzt, dass rund 1,28 Millionen Fotovoltaikanlagen in Deutschland existieren. Davon sind rund 390 000 älter als fünf Jahre, etwa 70 000 sind zehn Jahre und älter. Stefan Wippich, Experte der Berliner Repowering-Firma Envaris geht davon aus, dass mehrere Zehntausend davon jedes Jahr renoviert werden müssen.

Ein Teil kommt dabei der Ersatzbeschaffung für fehlerhafte, defekte oder verbrauchte Module zu. Zwar sorgen die Vorschriften des EEGs dafür, dass die Gesamtleistung einer Solaranlage nicht vergrößert werden darf. Doch neue Module sind bei gleicher Leistung oft kleiner. So lässt sich bei großen Anlagen die Platzersparnis oft in einer zweiten Anlage umsetzen.

Die Erneuerung betrifft vor allem die Wechselrichter, denn diese Komponente bestimmt mit am stärksten über die Effektivität der Anlage. Leistungsfähigere Wechselrichter dürften jederzeit ohne negative Auswirkungen auf die Einspeisevergütung installiert werden.

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