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Zinspolitik: Steht die Wende auf dem Geldmarkt bevor?

Für ein klares Signal zum Ausstieg aus der Niedrigzinsphase sprach sich Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), anlässlich der Herbsttagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank aus.

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Die Notenbanken in den USA und der EU dürften den Zeitpunkt für eine Zinswende nicht verpassen. "Dauerhaft niedrige Zinsen bringen uns in immer riskantere Gewässer. Je früher man wieder festen Boden ansteuert, desto besser“, so Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV).

Das Zinsniveau bewegt sich weltweit nominal und real auf historisch extrem niedrigen Werten. Bereits seit 2009 sind die Leitzinsen in den USA nicht mehr gestiegen, in der Eurozone hat die EZB 2011 mit immer weiteren Zinssenkungen begonnen.

Der DSGV-Präsident zeigte sich überzeugt, dass die zusätzlichen geldpolitischen Maßnahmen in der Eurozone zuletzt nicht mehr erforderlich waren. Das gelte sowohl mit Blick auf die wirtschaftliche Lage Deutschlands als auch im gesamten Euroraum. Für die Vertrauensbildung und die Stärkung der Investitionen seien sie sogar kontraproduktiv gewesen.

Auch die zögerliche Haltung der US-amerikanischen Notenbank Fed kritisierte Fahrenschon. Sie hätte am 17. September auf jeden Fall die Zinsen erhöhen müssen. Jetzt habe sie mit einem schleichenden Vertrauensverlust und einer Verunsicherung der Investoren zu kämpfen. Fahrenschon warb dafür, nicht bis zum Jahresende zu warten, um die erste, kleine Zinserhöhung zu vermelden.

„Jedem ist klar, dass der Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik nicht einfach wird. Es wird aber nicht besser, wenn man noch länger wartet – im Gegenteil“, so Fahrenschon. Die Märkte bräuchten viele, kleine Schritte, damit es nicht zu größeren Verwerfungen komme.

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