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Zinspolitik: Keine klaren Signale der US-Notenbank

Bisher gibt es keine klaren Signale der US-Notenbank, wann sie die Zinsen für den US-Markt anheben will. Finanzexperten rechnen aber mit einer Anhebung der Zinsen im Laufe des Jahres. Der genaue Zeitpunkt: weiter unklar.

Die Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, sendete am vergangenen Freitagabend keine neuen Signale, wann genau mit dem Start der lange erwarteten Zinswende in den USA zu rechnen ist. Eine erste Zinserhöhung nach der schweren Finanzkrise könnte aber im weiteren Jahresverlauf angezeigt sein, sagte Yellen während eines Vortrags in San Francisco.

Zinserhöhung im Juni möglich

Die amerikanische Notenbank steuert als erste und bislang einzige große Zentralbank auf eine Zinsanhebung nach den Krisenjahren zu. Im geldpolitischen Ausschuss der Fed sprechen sich derzeit 15 von 17 Notenbankern für eine Straffung noch in diesem Jahr aus. Wann der Startschuss genau fällt, ist aber offen. Einige Finanzanalysten halten Juni für möglich, andere sehen einen späteren Zeitpunkt als realistisch an.

Mit Blick auf den Zinspfad, also das Tempo nach einer ersten Zinserhöhung, blieb Fed-Chefin Yellen vage. Weitere Zinsanhebungen würden in keinem festgelegten Tempo oder nach einem bestimmten Zeitplan erfolgen, sagte die Fed-Vorsitzende Ende vergangener Woche. Sie unterstrich, dass der geldpolitische Kurs datenabhängig sei, also entsprechend der konjunkturellen Entwicklung auf dem US-Markt erfolgen.

Als Gründe für eine zeitnahe Straffung gelten vielen Experten die gesunde Verfassung der Wirtschaft und des Arbeitsmarkts. Dagegen sprechen vor allem der starke Dollar, die schwache Inflation und zuletzt enttäuschende Konjunkturdaten.

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