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Zimtsterne für Chicago

Europaweit schwören Sterneköche auf seine Backwaren. Jetzt tritt Hans-Günther Mack erstmals beim Chicagoer Weihnachtsmarkt auf.

Was haben das Bordbistro der Deutschen Bahn und Europas Sterneköche gemeinsam? Beide kaufen ihre Backwaren bei Hans-Günther Mack am Rand der schwäbischen Alb. Dass die Bäckerei im beschaulichen Westhausen derart illustre Kunden ihr eigen nennen kann, liegt vor allem an der Kreativität des Bäckermeisters. Als der benachbarte Sternekoch Joachim Kaiser bei ihm Backwaren orderte, die auch fünf Stunden nach dem Aufbacken noch frisch sind, stellte sich Mack der Herausforderung und experimentierte.

Kaum hatte er das Ergebnis vor der Vereinigung europäischer Spitzenköche, den „Jeunes Restaurateurs d’Europe“, präsentiert, hatte er für seine Brotsinfonien oder Konfektbrötchen bereits eine namhafte Fangemeinde gefunden. Wie er diese riesige logistische Leistung stemmt? „Das ist wie beim Ottoversand“, sagt Mack ohne jede Eitelkeit, „man braucht nur eine gute EDV und die richtigen Leute.“ Eine USA-Reise inspirierte den kreativen Bäcker zu einem neuen Coup: beim Weihnachtsmarkt in Chicago erstmals deutsche Plätzchen und Früchtebrot anzubieten. „Ich will den Markt dort testen“, so Mack.

Die Handelskammer vor Ort unterstützte seine Idee und so verkaufen Macks Sohn plus vier extra dafür engagierte Mitarbeiter seit dem 25. November für vier Wochen deutsches Weihnachtsgebäck auf dem größten Weihnachtsmarkt der USA. Eine „gigantische Chance“, die der 52-Jährige gerne wahrnimmt. Seine Vision? „Ich will Lebensmittelhersteller werden - mit klarer Betonung auf „Leben“. Dazu hat Mack schon die Weichen gestellt. Gerade ist er dabei, sich einen Bauernhof zu kaufen. Ab Januar hat er Käse im Angebot; ab März Salami. - me

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