Finanzierung -

Erbschaftsteuer ZDH begrüßt Reform

Das Kabinett hat den Entwurf zur Reform der Erbschaftsteuer weiter verbessert. So soll vom Betriebsvermögen zuerst der Bewertungsabschlag von 85 Prozent vorgenommen und dann der Sonderfreibetrag von bis zu 150.000 Euro abgezogen werden. Damit können etwa Betriebe bis zu einem Wert von einer Million Euro ohne, bis 2,75 Millionen Euro mit Einsatz des persönlichen Freibetrags steuerfrei an den Sohn oder die Tochter übergeben werden.

Der ZDH begrüßt den Kabinettsbeschluss. „Das Reformkonzept zum Erbschaftsteuer- und Bewertungsrecht ist aus Sicht des Handwerks ein richtiger Ansatz, um Betriebsübergaben zu erleichtern“, sagt Verbandspräsident Otto Kentzler. Die Kombination aus Bewertungsabschlag, persönlichen Freibeträgen und vereinfachtem Bewertungsverfahren könnte die Rahmenbedingungen für Betriebsübergaben deutlich verbessern.

Vor allem sei der auf den Weg gebrachte Gesetzentwurf eine Klarstellung in einem für Handwerk und Mittelstand wichtigen Punkt: der Ausgestaltung des betrieblichen Abzugsbetrags in Höhe von 150.000 Euro. Mit dem nun auf 85 Prozent angesetzten Abzugsbetrag könne ein Betriebsvermögen im Wert von 1 Million Euro von Erbschaftssteuerbelastungen verschont werden – nach Berücksichtigung des Bewertungsabschlags und des betrieblichen Abzugsbetrags (ungeachtet persönlicher Freibeträge).

© handwerk-magazin.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen